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Landrat Bernreiter: Lockerungen kämen derzeit noch zu früh | BR24

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Deggendorfs Landrat Christian Bernreiter

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    Landrat Bernreiter: Lockerungen kämen derzeit noch zu früh

    Am Mittwoch wird auf Bundesebene über die Corona-Beschränkungen beraten. Der Deggendorfer Landrat und Präsident des Bayerischen Landkreistages Bernreiter (CSU), hält Lockerungen für verfrüht. Auch eine Aufhebung der Ausgangssperre sieht er skeptisch.

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    Von
    • Sarah Beham
    • BR24 Redaktion

    Bund und Länder beraten am Mittwoch über das weitere Vorgehen hinsichtlich der Corona-Beschränkungen. Vielfach wird der Wunsch nach Lockerungen laut. Für den Deggendorfer Landrat und Präsident des Bayerischen Landkreistags, Christian Bernreiter (CSU), kämen solche Lockerungen jedoch derzeit noch zu früh.

    Benreiter: Aufhebung der Ausgangssperre nicht umsetzbar

    Die Sieben-Tage-Inzidenz liege beispielsweise im Landkreis Deggendorf bei über 80, bayernweit über 70. "Das Ziel ist unter 50", sagte Bernreiter dem BR.

    "Wir haben die Kliniken nach wie vor voll. Ich weiß, dass es schwierig ist, aber durchhalten lohnt sich. Wir kommen mit den Impfungen voran." Christian Bernreiter (CSU)

    Eine Aufhebung der nächtlichen Ausgangssperre könnte sich Bernreiter zwar vorstellen, umsetzbar sei dies aber jetzt noch nicht: "Wenn man sich an die Regeln hält, dass man sich nur mit einer Person aus einem weiteren Hausstand treffen darf, habe ich nichts gegen eine Aufhebung der Ausgangssperre. Aber es wird vielfach leider ausgenutzt und die Zahlen würden wieder nach oben gehen." Ziel sei es laut Bernreiter, die Zahlen dauerhaft zu senken - Lockerungen könnten jetzt verfrüht sein.

    Ansteckungen in Schulen verhindern

    Das Wichtigste sei aber, so der Landrat, Kitas und vor allem Grundschulen baldmöglichst wieder zu öffnen. Jedoch nicht alle Schulen: "Da höre ich auch zu Hause, da ist großer Frust da. Aber es ist zu früh." Als in der vergangenen Woche Abschlussklassen wieder in die Schule kommen durften, sei es laut Bernreiter sofort wieder zu positiven Fällen im Berufsschulbereich gekommen. Das müsse verhindert werden.

    Eine Ausnahme vom Lockdown kann sich Bernreiter aber zum Beispiel für Friseure vorstellen: "Mit Terminvoranmeldung, dass man nicht im Wartebereich sitzt."

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