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Landräte wehren sich gegen Stromtrasse "P44" | BR24

© dpa-Bildfunk

Stromleitung und Windräder im Morgennebel

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    Landräte wehren sich gegen Stromtrasse "P44"

    Die Landräte aus Coburg und den Hassbergen lehnen die Stromleitung "P44" durch ihre Landkreise ab. Unter anderem wäre der Naturpark Hassberge betroffen – und das Coburger Land würde "komplett durchschnitten".

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    Der Hassfurter Landrat Wilhelm Schneider (CSU) sagte dem Bayerischen Rundfunk, er sei "gar nicht begeistert". Die angedachte Trasse "P44" wolle er nicht einfach so hinnehmen. Unter anderem wäre der Naturpark Hassberge betroffen. Sein Coburger Amtskollege Michael Busch (SPD) befürchtet "eine komplette Durchschneidung des Coburger Landes".

    Noch keine konkrete Planung

    Dem aktuellen Entwicklungsplan zufolge ist die weitere Wechselstromleitung nach Grafenrheinfeld nötig. Ebenso sei laut Bundesnetzagentur die zusätzliche Übertragungskapazität fraglos nötig. Vom Netzbetreiber Tennet heißt es, dass noch keine konkreten Planungen zur Umsetzung der Trasse "P44" vorliegen. Auch die nötige Spannung ist noch unklar, Berechnungen seien erst Ende Oktober abgeschlossen, so ein Tennet-Sprecher.

    "Unrealistische" Alternative

    Die Idee, die derzeit im Bau befindliche Thüringer Strombrücke aufzurüsten, hält Landrat Busch für unrealistisch: Dafür sei ein neues Planfeststellungsverfahrens nötig, denn bisher liege nur eine Genehmigung für eine geringere Kapazität vor. Außerdem stünden bereits einige Häuser entlang der Thüringer Strombrücke. Das bedeute unlösbare Probleme in den betroffenen Gemeinden, so Busch.

    Unmut in Rödental

    Eine der betroffenen Gemeinden wäre Rödental. Doch für Bürgermeister Marco Steiner (FW) ist "das Maß des Vertretbaren schon überschritten". Er befürchtet eine zusätzliche Belastung durch die "P44"-Trasse. Dabei musste die Region bereits den Bau der ICE-Strecke und der Thüringer Strombrücke verkraften. Das wirke sich jetzt schon auf die Lebensqualität und den Tourismus aus, so Steiner.