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In den Wintersportorten der bayerisch-thüringischen Grenzregion ist es zu einem großen Andrang von Tagestouristen gekommen.

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    Landräte-Appell an Touristen: Auch im Freien Abstand halten

    Kommunalpolitiker aus der oberfränkisch-thüringischen Grenzregion haben die Bevölkerung aufgefordert, auch im Freien Abstand zueinander zu halten. In den Wintersportorten war es "teilweise zu chaotischen Verhältnissen" gekommen.

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    Von
    • Simon Trapp

    Überfüllte Parkplätze und dichtes Gedränge auf den Rodelhängen: Tagestouristen haben in den vergangenen Tagen die Wintersportorte in der oberfränkisch-thüringische Grenzregion heimgesucht. Es sei zu "teilweise zu chaotischen Verhältnissen" gekommen, kritisieren Landräte und Bürgermeister aus Oberfranken und Thüringen.

    Landräte-Appell: Kontakte auch im Freien reduzieren

    Einen Tag vor dem Feiertag Heilig Dreikönig forderten die Kommunalpolitiker aus der Region die Bevölkerung auf, auch im Freien ausreichend Abstand zum Nächsten zu halten. Wegen der Infektionsgefahr mit dem Coronavirus sollten Kontakte zu anderen "wo immer möglich auf das absolut notwendige Minimum" reduziert werden, heißt es in dem gemeinsamen Appell von Landräten und Bürgermeistern.

    Gesperrte Wintersportanlagen nicht betreten

    Gäste der Wintersportorte hätten öffentliche Straßen und auch Privatgrundstücke zugeparkt, heißt es in dem gemeinsamen Appell weiter. Für Rettungs- und Winterdienst sei die Zufahrt nicht mehr möglich gewesen. Die wegen Corona gesperrten Wintersportanlagen dürften nicht betreten werden, betonen die Kommunalpolitiker.

    Zehn Kommunalpolitiker unterzeichnen Appell an Bevölkerung

    Der gemeinsame Appell wurde von zehn Politikern aus Oberfranken und Thüringen unterzeichnet. Unter anderem vom Coburger Landrat Sebastian Straubel (CSU), dem Coburger Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) und dem Landrat von Hildburghausen in Thüringen, Thomas Müller (CDU).

    Coburg nach wie vor Corona-Hotspot

    Die Region Coburg und der Nachbarlandkreis Hildburghausen in Thüringen gelten als Corona-Hotspots. In der Stadt Coburg ist der 7-Tage-Inzidenzwert zwar auf 391,99 gesunken. Coburg ist damit aber nach wie vor Spitzenreiter bei den Corona-Inzidenzwerten in Oberfranken und Bayern.

    Krankenhäuser in der Grenzregion kaum mehr aufnahmefähig

    Die Krankenhäuser in der oberfränkisch-thüringischen Grenzregion seien aufgrund vieler Covid-19-Erkrankter mit schweren Verläufen kaum noch aufnahmefähig, heißt es in dem Appell der Landräte und Bürgermeister. Jeder, der Kontakte beschränke und sich nicht mit dem Coronavirus infiziere, entlaste das überstrapazierte Gesundheitssystem und gebe somit schwer erkrankten oder verletzten Mitmenschen die Chance, vor Ort behandelt zu werden.

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