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Landkreis Wunsiedel wird Wasserstoff-Modellregion | BR24

© picture alliance /AP

Wasserstoffbus im Einsatz: Landkreis Wunsiedel wird Wasserstoff-Modellregion

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    Landkreis Wunsiedel wird Wasserstoff-Modellregion

    Der Landkreis Wunsiedel wird Wasserstoffmodellregion. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat die Region am Nachmittag zu einem der Gewinner im Bundeswettbewerb "HyLand – Wasserstoffregionen in Deutschland" gekürt.

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    Der Landkreis hatte sich beworben und mit seinem nachhaltigen Konzept gepunktet: Die Stadtwerke Wunsiedel planen gemeinsam mit der Siemens AG und der Firma Rießner-Gase im kommenden Jahr einen sogenannten Elektrolyseur zur Wasserstoffgewinnung zu bauen.

    Wasserstoff für Fahrzeuge und Busse im ÖPNV

    Der vor Ort produzierte Wasserstoff soll dann von Unternehmen vor Ort verwendet werden können, so heißt es vom Landratsamt Wunsiedel. In einigen Betrieben ist es beispielsweise angedacht, die Stapler-Flotte auf Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb umzurüsten, so heißt es weiter. Auf Landkreisseite ist geplant, im Lauf der nächsten Jahre die ersten wasserstoffbetriebenen Busse im öffentlichen Personennahverkehr einzusetzen; auch in den kommunalen Fuhrpark sollen nach und nach Wasserstoff-Fahrzeuge eingesetzt werden.

    "Es freut mich, dass unsere Bemühungen, das Zukunftsthema Wasserstoff in der Region zu verankern, Früchte tragen. Ich gehe davon aus, dass die Elektromobiltät nur einen Teil unserer zukünftigen Anforderungen abdecken wird. Dem Wasserstoff gehört die Zukunft." Karl Döhler (CSU), Landrat von Wunsiedel

    Drei "HyPerformer" bekommen jeweils 20 Millionen Euro

    Insgesamt 16 deutsche Regionen konnten sich bei dem Wettbewerb durchsetzen. 13 davon werden jeweils 300.000 Euro zur Verfügung gestellt, um konkrete Projektideen für Wasserstoffkonzepte zu erstellen und zu berechnen. Die anderen drei – Region Landshut mit den Landkreisen München und Ebersberg, Metropolregion Nordwest mit Oldenburg und Umgebung sowie die Metropolregion Rhein-Neckar rund um Mannheim und Heidelberg – werden als "HyPerformer" jeweils 20 Millionen Euro in Form von Investitionszuschüssen zur Umsetzung bereits bestehender regionaler Konzepte mit Wasserstoff und Brennstoffzellen bereit, das teilt die Nationale Organisation Wasserstoff und Brenstoffzellentechnologie am Donnerstag mit.

    Ziel: Deutsche Industrie stärken und ausbauen

    Das Projektvolumen der drei HyPerformer beträgt insgesamt 195 Millionen Euro. Das Bundesverkehrsministerium hat ein Nationales Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) aufgelegt. Ziel des Programms ist, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten sowie die Technologie-Führerschaft der deutschen Industrie zu erhalten und auszubauen, Arbeitsplätze zu sichern und zu vermehren.