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Landkreis-Strategien: Das passiert mit ungenutzten Impfdosen | BR24

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Covid19-Impfstoff wird in eine Spritze gezogen

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    Landkreis-Strategien: Das passiert mit ungenutzten Impfdosen

    Immer wieder kommt es vor, dass Impfdosen übrigbleiben. Weil Termine zum Beispiel nicht wahrgenommen werden. Was passiert damit? Landkreise in Niederbayern und der Oberpfalz haben unterschiedliche Strategien - verschwendet wird nichts.

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    Von
    • Andreas Wenleder
    • BR24 Redaktion

    Es gibt immer wieder Situationen, in denen Impfstoffreste übrigbleiben. Entweder, weil Termine nicht wahrgenommen werden, oder weil andere Gründe dagegen sprechen. Menschen, die etwa falsche Angaben gemacht haben, um eine frühere Impfung zu bekommen, werden nicht geimpft. Manchmal wird auch erst bei einem Termin bekannt, dass ein medizinischer Grund der Impfung entgegensteht - zum Beispiel eine Vorerkrankung. Die mobilen Teams haben beispielsweise in Pflegeheimen selten die Situation, das die mitgebrachten Ampullen - mit jeweils sechs Dosen - immer exakt entleert werden.

    Landkreis Regen impft Ärzte, Sanitäter oder Polizisten

    In diesen Fällen gehen die einzelnen Landkreise ganz unterschiedlich vor. Im Landkreis Regen werden beispielsweise Ärzte, Zahnmediziner, Sanitäter oder Polizisten kurzfristig zur Impfung mit übrig gebliebenen Dosen eingeladen. Oft sei der Zeitdruck dabei groß, so ein Sprecher. In der Regel würden aber Personen der höchsten oder hohen Priorisierungsgruppe geimpft.

    Im Landkreis Regensburg sind Hausärzte abgefragt worden und haben mobile über 80-Jährige ans Impfzentrum gemeldet. Bei Impfstoffresten können diese kurzfristig informiert werden und innerhalb einer Stunde am Impfzentrum sein.

    Landkreis Schwandorf: Übrig gebliebener Impfstoff geht an Rettungskräfte

    Im Landkreis Schwandorf geht der Impfstoff in diesen Fällen an Rettungskräfte. Die Verantwortlichen haben eine lange Liste mit Interessenten. Da es auch hier schnell gehen muss, gibt es auch eine Chatgruppe mit Mitarbeitern des THW. Wird in dieser eine übrigbleibende Dosis angeboten, finde sich innerhalb von zehn Sekunden eine Rettungskraft, die innerhalb einer halben Stunde ans Impfzentrum kommen kann.

    "Wir sind sehr stolz darauf, dass bislang noch kein Impfstoff weggeworfen werden musste", teilt Manuel Lischka vom Landratsamt in Schwandorf mit.

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