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Landkreis Rottal-Inn: Inzidenzwert 134,2 und Demo gegen Masken | BR24

© picture alliance/Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB

"Mundschutz" und ein Piktogramm eines maskentragenden Menschen sind auf einem Schild am Eingang einer Schule (Symbolbild)

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    Landkreis Rottal-Inn: Inzidenzwert 134,2 und Demo gegen Masken

    Corona-Regeln nicht streng genug oder gar übertrieben? Der Landkreis Rottal-Inn hat aktuell nach Berchtesgaden mit 134,2 den zweithöchsten 7-Tage-Inzidenzwert in Bayern. Gegen die Maskenpflicht an Schulen wurde trotzdem demonstriert.

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    Im Landkreis Rottal-Inn meldet das Robert Koch-Institut aktuell mit 134,2 den zweithöchsten 7-Tage-Inzidenzwert in Bayern. Zuvor demonstrierten gestern mehrere Landkreisbürgerinnen und -bürger gegen die Maskenpflicht an Schulen vor dem Landratsamt in Pfarrkirchen.

    Demo vor dem Landratsamt

    Seit ein paar Tagen gilt in Rottal-Inn wie in allen bayerischen Landkreisen, die bei der 7-Tage-Inzidenz den Grenzwert von 50 übersteigen, die Maskenpflicht in allen Jahrgangsstufen der Schule. Das sorgt bei mehreren Eltern für Unmut, deshalb versammelten sich die etwa 25 Demonstrantinnen und Demonstranten gestern Vormittag vor dem Landratsamt in Pfarrkirchen. Während im Obergeschoss des Landratsamtes der Corona-Krisenstab tagte, präsentierten die unzufriedenen Demonstrationsteilnehmer ihre Forderungen.

    Es wird laut und emotional

    Der Landratsamt-Pressesprecher Mathias Kempf hat nach eigenen Angaben über eine Stunde sachlich mit den Beteiligten diskutiert, jedoch seien unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aber auch einige sehr laute Personen gewesen, die auch emotional wurden, so Kempf. Es wurde außerdem ein Forderungskatalog übergeben, den Landrat Michael Fahmüller (CSU) an die Bayerische Staatsregierung weitergeben wird.

    Die Beteiligten an der Demonstration gestern fordern laut Angaben des Landratsamts zum Beispiel, dass sich der Landrat gemeinsam mit anderen Landräten bei der Bayerischen Staatsregierung gegen die Maskenpflicht an Schulen positioniert. Man solle des Weiteren Studien über die Gefährlichkeit von Masken bei Kindern in Auftrag geben.

    Lockdown wie in Berchtesgaden verhindern

    Pressesprecher Kempf sagte dem Bayerischen Rundfunk zu der gestrigen Demonstration vor dem Landratsamt, er habe Verständnis, dass man sich Sorgen um seine Kinder mache, aber der Landkreis sei zum einen ohnehin an die Weisungen der Staatsregierung gebunden. Zum anderen habe der Landkreis letzte Woche sogar zuerst versucht, in seiner Allgemeinverfügung die Maskenpflicht an Schulen generell zu umgehen. Damit hatte der Landkreis Rottal-Inn ein Alleinstellungsmerkmal bei den Maßnahmen, auch dagegen habe es aber zuvor Beschwerden aus der Bevölkerung gegeben.

    Der Landkreis wolle jetzt weiterhin alles dafür tun, dass der Inzidenzwert nicht in den kritischen Bereich wie in Berchtesgaden komme. Man sei im Moment aber zuversichtlich, da die ersten Fälle der bekannten Hotspots in der Stadt Simbach am Inn nun wieder aus der Quarantäne entlassen werden konnten, sagte Pressesprecher Mathias Kempf heute dem BR.

    Keine örtlichen Hotspots im Landkreis Rottal-Inn mehr

    Aktuelle Zahlen aus Rottal-Inn: Insgesamt sind laut Landratsamt im Moment (Stand: 20.10., 9:00 Uhr) 166 Personen aktiv am Coronavirus erkrankt. Außerdem befinden sich im Landkreis Rottal-Inn derzeit 959 Menschen in Quarantäne. Am Samstag (17.10.) sind 38 neue Fälle dazugekommen, am Sonntag (18.10.) waren es 20 neue Fälle, am Montag (19.10.) waren es zwei. Fast alle neuen Fälle verteilen sich laut Landratsamt auf den gesamten Landkreis, es gebe also derzeit keine Hotspots mehr, sagte Pressesprecher Kempf dem BR. Zuvor gab es Hotspots an zwei Asylbewerberunterkünften und am Maria-Ward-Heim in Simbach am Inn.

    In der Unterkunft außerhalb des Stadtgebiets von Simbach gab es in Folge eines Falls weitere acht positive Testergebnisse. Nach dem Fall an einer weiteren Asylbewerberunterkunft in Eggenfelden sei jedoch kein einziger weiterer positiver Fall aufgetreten. Von den insgesamt 166 Personen werden derzeit 15 Personen stationär behandelt, drei davon auf der Intensivstation. Die Behandlung wird an den Rottal-Inn Kliniken im Krankenhaus Eggenfelden und dem InnKlinikum Mühldorf am Inn durchgeführt.

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