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Die Gesundheitsbehörde im Landkreis Regen rechnet mit einer weiteren Zunahme der Corona-Infektionen. Deswegen hat der Landkreis eine strenge Allgemeinverfügung erlassen - sie gilt zunächst für eine Woche.

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Landkreis Regen rechnet mit weiterem Anstieg der Corona-Zahlen

Der Landkreis Regen wird nach Berechnung der örtlichen Behörden den Corona-Inzidenzwert von 80 erreichen. Deswegen hat der Landkreis eine strenge Allgemeinverfügung erlassen - sie gilt zunächst für eine Woche.

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Von
  • Christian Riedl
  • BR24 Redaktion

Die Gesundheitsbehörde im Landkreis Regen rechnet mit einer weiteren Zunahme der Corona-Infektionen im Laufe des heutigen Tages. Sprecher Heiko Langer sagte dem BR, es stünde noch eine Reihe von Testergebnissen aus, man rechne mit einigen Positiv-Fällen. Dementsprechend werde sich der Wert der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen auf 100.000 Einwohner (7-Tage-Inzidenz) wohl auf rund 80 (derzeit laut RKI 72,3) steigern.

Strengere Regeln und Maßnahmen

Seit heute gelten im Landkreis Regen strengere Corona-Schutzregeln. Unter anderem dürfen an Veranstaltungen in geschlossenen Räumen höchsten 25, im Freien maximal 50 Personen teilnehmen. In Lokalen dürfen höchsten fünf Personen an einem Tisch sitzen. In der Zeit von 23 bis 6 Uhr dürfen Lokale keine Getränke mehr ausschenken oder Essen anbieten. In den Schulen im Landkreis Regen gilt ab heute eine Maskenpflicht ab der 5. Jahrgangsstufe auch während des Unterrichts. Ab morgen müssen Schulen, in denen der Abstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann, Klassen teilen und gegebenenfalls Präsenz- und Distanzunterricht abwechseln.

Wechsel zwischen Distanz- und Präsenzunterricht nötig

Das hält auch Walter Kloiber, Leiter des Schulamts Regen, für nötig: Die meisten Schulen könnten den geforderten Abstand von 1,5 Metern zwischen den Kindern nicht einhalten und teilten die Klassen deshalb auf. Es wird im täglichen Wechsel unterrichtet. Jede Schule müsse selbst entscheiden, wie sie den Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht am besten umsetzt. "Der Unterricht wird in der Regel aber nicht reduziert, sondern stundenplanmäßig stattfinden", so Kloiber gegenüber der dpa.

Derzeit niemand wegen Covid-19 im Krankenhaus

Derzeit sind im Landkreis Regen in der Hauptsache junge Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Wohl auch ein Grund dafür, dass derzeit niemand in den beiden Kreiskliniken wegen einer akuten Covid-19-Erkrankung behandelt werden muss. Kreissprecher Heiko Langer warnt darüber hinaus davor, Schuldzuweisungen zu machen. Feiern hätten im Rahmen des Erlaubten stattgefunden.

💡 Was bedeutet die "Sieben-Tage-Inzidenz"?

Die Sieben-Tage-Inzidenz zeigt an, wie viele Menschen in einer Stadt oder einem Landkreis in einem Zeitraum von sieben Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Um den Wert vergleichbar zu machen, wird er pro 100.000 Einwohner angegeben. Berechnet wird er ganz einfach: Man addiert die täglich gemeldeten Neuinfektionen der vorangegangenen sieben Tage, teilt die Summe durch die Einwohnerzahl von Stadt oder Landkreis und multipliziert dies mit 100.000. Im Mai haben Bund und Länder die Sieben-Tage-Inzidenz als Richtwert für lokale Corona-Maßnahmen festgelegt.

In Bayern gibt es einen Frühwarnwert: Ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen sollten Städte und Gemeinden Maßnahmen zur Eindämmung überprüfen. Ab dem bundesweiten Grenzwert von 50 Neuinfektionen sollten Lockerungen zurückgenommen werden. (BR24)

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