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Landkreis Regen kämpft weiter mit hohem Inzidenzwert | BR24

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Der 7-Tage-Inzidenzwert im Landkreis Regen ist weiter sehr hoch. In dieser Woche ist er sogar kurzzeitig wieder auf über 300 gestiegen. Ein Grund sind die vielen Infektionen in Pflegeeinrichtungen. Landrätin Rita Röhrl will eine strenge Beobachtung.

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Landkreis Regen kämpft weiter mit hohem Inzidenzwert

Der 7-Tage-Inzidenzwert im Landkreis Regen ist weiter sehr hoch. In dieser Woche ist er sogar kurzzeitig wieder auf über 300 gestiegen. Ein Grund sind die vielen Infektionen in Pflegeeinrichtungen. Landrätin Rita Röhrl will eine strenge Beobachtung.

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Von
  • Renate Roßberger
  • BR24 Redaktion

Die Regener Landrätin Rita Röhrl will die Senioren-, Pflege- und Behindertenheime im Landkreis intensiver beraten. Grund ist das hohe Infektionsgeschehen in den Heimen. Die positiven Fälle in solchen Einrichtungen hatten in den letzten sieben Tagen rund ein Drittel der Gesamt-Inzidenz des Landkreises Regen ausgemacht - und die ist weiter sehr hoch.

Intensive Beobachtung

Teils gab es zweistellige Ausbrüche in Seniorenheimen. Aktuell liegt der Landkreis Regen laut Robert Koch-Institut bei einer 7-Tage-Inzidenz von 246,7. Am Dienstag war man sogar wieder auf eine Inzidenz von über 300 hochgerutscht. Die Landrätin will die Lage in den Heimen weiter intensiv beobachten. Es gebe laufende Gespräche mit den Heimleitern. Es habe auch Begutachtungen, zum Beispiel durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und den Medizinischen Dienst, gegeben.

Bis zu 600 Tests am Tag

Regelmäßig getestet werde in den Heimen schon länger. Mitarbeiter müssten sich zweimal pro Woche testen lassen. Für Besucher gelte seit längerem eine Testpflicht. Röhrl betonte in einer Pressemitteilung, dass im Landkreis Regen seit Wochen insgesamt viel getestet werde. In den beiden Teststationen habe es seit September mehr als 36.000 Testungen gegeben. Derzeit sind es 400 bis 600 Tests am Tag. Dazu kommen Tests in Arztpraxen.

Sportveranstaltung belastet Testkapazitäten nicht

Gerüchte, wonach die vielen Tests für den internationalen IBU-Cup im Biathlonstadion, der seit 10 Tagen läuft, die Testkapazitäten im Landkreis verknappt haben, bezeichnete Rita Röhrl als "Blödsinn". Für die Sportgroßveranstaltung gibt es eine eigene Teststation - auf Kosten des Veranstalters. Der Landkreis werde weder organisatorisch noch finanziell belastet. Positive Fälle bei Sportlern und Funktionären wandern, so das Landratsamt, auch gar nicht in die Landkreis-Statistik, sondern werden in den Herkunftsorten oder -Ländern mitgezählt.

Viele Infizierte wissen angeblich nicht wo sie sich angesteckt haben

Das Landratsamt weist außerdem darauf hin, dass die nach wie vor hohen Coronazahlen nicht allein an Ausbrüchen in Pflegeheimen liegen. Rund zwei Drittel gingen in den letzten sieben Tagen wieder querbeet durch die Bevölkerung. Als eine Ursache werden zu viele private Treffen vermutet. Auffällig ist, dass viele Infizierte angeben, sie hätten "keine Ahnung", wo sie sich angesteckt haben könnten.

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