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Verschärfter Lockdown in Regen - Kitas und Läden zu | BR24

© BR/Renate Roßberger
Bildrechte: pa/dpa/Armin Weigel

Der Landkreis Regen hat wegen der hohen Corona-Zahlen einen verschärften Lockdown verhängt. Ab Montag müssen Läden schließen, so Landrätin Röhrl.

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Verschärfter Lockdown in Regen - Kitas und Läden zu

Der Landkreis Regen hat wegen der hohen Corona-Zahlen einen verschärften Lockdown verhängt. Ab Montag müssen Läden schließen, so Landrätin Röhrl. Auch Kitas sind dicht - und das ist noch nicht alles.

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Von
  • Renate Roßberger
  • BR24 Redaktion

Im stark von Corona betroffenen Landkreis Regen werden die Maßnahmen nochmal strenger. Seit Samstag gibt es einen verschärften Lockdown. Kitas sind geschlossen, eine Notbetreuung soll laut Landratsamt aber eingerichtet sein. Ab Montag müssen auch Läden schließen, allerdings gibt es Ausnahmen.

Lebensmittelläden, Apotheken, Drogerien sind weiter offen

Offen bleiben darf der Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Tierbedarfsläden, Reinigungen, Abhol-und Lieferdienste, außerdem Banken und die Post. Auch Auto-und Fahrradwerkstätten, der Zeitungsverkauf, Verkaufsstellen für Weihnachtsbäume, Wochenmärkte und der Großhandel, also Unternehmen, die Einzelhändler beliefern, dürfen öffnen. Zunächst hatte das Landratsamt mitgeteilt, dass Geschäfte schon zum Samstag schließen müssen, sich dann aber korrigiert.

Dienstleister bleiben offen

Nicht von der Schließung betroffen sind zudem Dienstleister wie Friseure, so Landrätin Rita Röhrl (SPD). Um zu verhindern, dass die Bevölkerung einfach in andere Landkreise zum Einkaufen ausweicht, dürfen Landkreisbürger nur noch im eigenen Landkreis einkaufen. Wer also zum Beispiel mit einem Auto mit Regener Kennzeichen in einem anderen Landkreis beim Einkaufen erwischt wird, muss unter Umständen ein Bußgeld zahlen, sagte Röhrl dem BR. Das Landratsamt Regen kann auf Antrag weitere Ausnahmegenehmigungen erteilen, aber nur für Geschäfte, die für die Versorgung der Bevölkerung unbedingt notwendig sind.

Verschärfung der Ausgangsbeschränkungen

Auch die schon seit Längerem geltenden Ausgangsbeschränkungen werden nochmal verschärft. Es darf seit Samstag kein anderer Hausstand mehr besucht werden außer enge Verwandte oder Lebenspartner. Der Weg zum Einkaufen, in die Arbeit und auch Bewegung an der frischen Luft bleiben erlaubt - Letzteres aber nur mit Angehörigen des eigenen Hausstands, Lebenspartnern und Verwandten in gerader Linie sowie Geschwistern. Die nächtliche Ausgangssperre ab 21 Uhr bis 5 Uhr früh, die schon galt, gilt weiter.

Besuchsverbot in Pflegeheimen

In Krankenhäusern, Behinderten-, Alten-und Pflegheimen gibt es seit Samstag ein komplettes Besuchsverbot. Ausgenommen sind Besuche zur Begleitung Sterbender. Auch Personen, die zwingend notwendige Dienstleistungen erbringen, wie zum Beispiel Rechtsanwälte oder Pfarrer, erhalten weiterhin Zutritt. Das gesamte Personal in solchen Einrichtungen muss verpflichtend FFP-2-Masken tragen und sich regelmäßig testen lassen.

Landrätin: "Wir sehen keine andere Möglichkeit"

Gelten sollen die Maßnahmen bis zum 22. Dezember. Landrätin Röhrl wirbt für Verständnis für die Entscheidung: "Angesichts der hohen Infektionszahlen und der raschen Ausbreitung sehen wir keine andere Möglichkeit, als die Kontaktreduzierung zu verstärken." Es gebe im Landkreis zum einen ein diffuses Infektionsgeschehen quer durch die Bevölkerung, zum anderen die weitere Virusausbreitung in Pflegeeinrichtungen. Der harte Lockdown erfolgte auf Anraten des Bayerischen Gesundheitsministeriums. Die Maßnahmen sollen fortlaufend hinsichtlich ihrer Verhältnismäßigkeit überprüft werden.

Landkreis Regen weiterhin mit deutschlandweitem "Spitzenwert"

Der Landkreis Regen hat am Sonntag laut des Robert-Koch-Instituts (RKI) eine Sieben-Tage-Inzidenz von 604,6 pro 100.000 Einwohner (Stand 13.12., 0 Uhr). Keine Region in Deutschland verzeichnet höhere Fallzahlen.

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