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Landkreis Landshut: Kitas und Schulklassen in Quarantäne | BR24

© BR/Bibiane Wimbauer

Landratsamt Landshut

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    Landkreis Landshut: Kitas und Schulklassen in Quarantäne

    Auch im Landkreis Landshut steigen erneut die Infektionszahlen. Deswegen mussten Schüler eines Gymnasiums in Vilsbiburg sowie Kinder und Betreuer von Kindergärten in Velden und Binabiburg in Quarantäne.

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    Von
    • Astrid Dachs
    • BR24 Redaktion

    Das Landratsamt Landshut meldet positive Corona-Fälle am Maximilian-von-Montgelas-Gymnasium Vilsbiburg sowie in Kindergärten in Velden und Binabiburg. Deshalb hat das Staatliche Gesundheitsamt die Kindergärten in Velden und Binabiburg vorsorglich für rund zwei Wochen geschlossen. Die Kinder und Kontaktpersonen, über 50 pro Einrichtung, werden im Laufe der Woche getestet.

    Gymnasiasten lernen im Distanzunterricht von Zuhause aus weiter

    Im Maximilian-von-Montgelas-Gymnasium Vilsbiburg wurde bei zwei Schülerinnen eine Ansteckung mit dem Virus festgestellt – aus diesem Grund wurden ihre Klassenkameraden und betroffene Lehrer in häusliche Quarantäne geschickt. Sie werden nun im Distanzunterricht weiter lernen und unterrichten, so das Landratsamt.

    Auch an zwei Berufsfachschulen im Stadtgebiet Landshut wurden jeweils Schüler positiv auf das Coronavirus getestet. Sie haben sich wohl bei einer privaten Feier angesteckt. Bei allen neu festgestellten Infektionen zeigen die Betroffenen milde Krankheitsverläufe oder keine Symptome.

    Infektionsschwerpunkt im südlichen Landkreis

    Einer der Infektions-Schwerpunkte liegt derzeit im südlichen Landkreis Landshut – bedingt einerseits durch positive Nach-Testungen (also Kontaktpersonen, die zu Indexpatienten geworden sind), andererseits durch Neuinfektionen, die ihren Ursprung wahrscheinlich bei privaten Feiern oder Ausflügen haben. Dadurch steigt auch die Zahl der Kontaktpersonen deutlich an.

    Derzeit 65 Infektionen bekannt

    Aktuell sind 65 laufende Infektionen in der Region Landshut bekannt: Die Infizierten kommen aus Landshut, Buch am Erlbach, Rottenburg, Essenbach, Niederaichbach, Bayerbach, Pfeffenhausen, Vilsbiburg, Bodenkirchen, Kröning, Ergolding, Neufahrn, Hohenthann, Altdorf, Velden, Wurmsham, Kumhausen, Schalkham und Gerzen.

    Vier Infizierte werden im Krankenhaus behandelt

    Bedingt durch die neu festgestellten Infektionen ist die Zahl der Personen, bei denen in der Region Landshut seit Beginn der Pandemie eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen wurde, auf 1.381 Personen angestiegen. Davon konnten 1.273 aus der häuslichen Quarantäne entlassen werden. Bislang sind 43 Personen verstorben, bei denen ein Zusammenhang mit Covid-19 möglich ist. Vier Infizierte werden derzeit auf Normalstationen isoliert, hinzu kommt eine stark schwankende Zahl an Verdachtsfällen, die sich selten bestätigen, so die Meldung des Landratsamts.

    💡 Was bedeutet die "Sieben-Tage-Inzidenz"?

    Die Sieben-Tage-Inzidenz zeigt an, wie viele Menschen in einer Stadt oder einem Landkreis in einem Zeitraum von sieben Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Um den Wert vergleichbar zu machen, wird er pro 100.000 Einwohner angegeben. Berechnet wird er ganz einfach: Man addiert die täglich gemeldeten Neuinfektionen der vorangegangenen sieben Tage, teilt die Summe durch die Einwohnerzahl von Stadt oder Landkreis und multipliziert dies mit 100.000. Im Mai haben Bund und Länder die Sieben-Tage-Inzidenz als Richtwert für lokale Corona-Maßnahmen festgelegt.

    In Bayern gibt es einen Frühwarnwert: Ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen sollten Städte und Gemeinden Maßnahmen zur Eindämmung überprüfen. Ab dem bundesweiten Grenzwert von 50 Neuinfektionen sollten Lockerungen zurückgenommen werden. (BR24)

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