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Landkreis Hof: 40 Firmen dürfen weiterhin Tschechen beschäftigen | BR24

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Das Landratsamt Hof hat 40 Firmen als systemrelevant eingestuft, sagt Landrat Oliver Bär. Sie dürfen deshalb trotz strenger Einreisebeschränkungen Mitarbeiter aus Tschechien weiterbeschäftigten. Die Pendler erhielten Ausnahmebescheinigungen.

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Landkreis Hof: 40 Firmen dürfen weiterhin Tschechen beschäftigen

Das Landratsamt Hof hat 40 Unternehmen und Betriebe als systemrelevant eingestuft. Sie dürfen deshalb trotz strenger Einreisebeschränkungen weiterhin Mitarbeiter aus Tschechien beschäftigten. Die Pendler erhalten Ausnahmebescheinigungen.

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Von
  • Annerose Zuber

Systemrelevant oder nicht-systemrelvant. Das ist die große Frage für viele Betriebe in der bayerisch-tschechischen Grenzregion. Das Landratsamt Hof hat 40 Firmen als systemrelevant eingestuft. Diese dürfen - trotz strenger Einreisebeschränkungen - Mitarbeiter aus Tschechien weiterbeschäftigten, teilte der Hofer Landrat Oliver Bär (CSU) am Mittwoch mit. Die Mitarbeiter aus dem Nachbarland hätten Ausnahmebescheinigungen erhalten, um so weiterhin die Grenze passieren und im Landkreis Hof arbeiten zu können.

Viele Firmen im Landkreis Hof nicht-systemrelevant

Bis Dienstagabend hatten 60 Unternehmen Anträge gestellt. Bei zahlreichen weiteren Firmen habe es sich bereits im Vorfeld bei telefonischen Anfragen geklärt, dass sie nicht-systemrelevant seien. Das Innenministerium hat die Frist für die Genehmigung von Bescheinigungen für den Grenzübertritt bis Freitag verlängert.

Betriebe im Landkreis Hof testen ihre Mitarbeiter selbst

In zahlreichen Firmen der Region Hof-Wunsiedel stammen zwischen zehn und 30 Prozent der Mitarbeiter aus dem Nachbarland Tschechien. Um die Corona-Ausbrüche einzudämmen, führen momentan 500 Firmen der Region seit mehr als zwei Wochen täglich Corona-Tests in bei ihren Beschäftigten durch. Deshalb hatten sie gehofft, dass auch weiterhin möglichst alle Mitarbeiter zwischen ihrem Heimatort und dem Arbeitsplatz täglich pendeln dürfen.

Landratsamt Hof prüft Anträge strikt nach EU-Vorgaben

Doch die Landratsämter entlang den Grenzen zu Tschechien und Tirol sind auf Anweisung des Bundesinnenministeriums gehalten, alle Anträge sehr streng zu prüfen und sich strikt an eine Liste der EU zu systemrelevanten Branchen zu halten. Dies hatte gestern der Wunsiedler Landrat Peter Berek (CSU) im BR-Gespräch betont.

Firmen buchen Unterkünfte für Mitarbeiter aus Tschechien

Deshalb haben Firmen und Handwerksbetriebe , die nicht systemrelevant sind, bereits Hotelzimmer für ihre tschechischen Mitarbeiter angemietet um die Pendler dauerhaft unterzubringen. Dann müssen sie nicht mehr täglich die Grenze passieren. Wie lange die tschechischen Mitarbeiter nicht mehr nach Hause dürfen, steht noch nicht fest.

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