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Landkreis Donau-Ries: im Juni ein Bayerischer Blitz-Hotspot | BR24

© Picture Alliance / Martin Braito

Wie oft es blitzt und wo: Laut Nowcast lag der Landkreis Donau-Ries im Juni 2020 bei den Blitzen ganz vorn.

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    Landkreis Donau-Ries: im Juni ein Bayerischer Blitz-Hotspot

    Wie oft es blitzt und wo: Das steht im Blitzatlas, der heute veröffentlicht wird. Laut der Firma Nowcast lag im Juni 2020 der Landkreis Donau-Ries bei den Blitzen weit vorn.

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    Mit so genannten Messnetzen entgeht der Münchner Firma Nowcast kein einziger Gewitterblitz in Bayern. Aus ihren Aufzeichnungen geht hervor, dass der Landkreis Donau-Ries im Juni 2020 einer der bayerischen Blitz-Hotspots war. Vor allem am 13. Juni, am 25. und am 26. Juni gabs heftige Gewitter.

    Viele Blitze im Juni im Landkreis

    Laut Nowcast hat das zum Einen mit der Nähe zur Schwäbischen Alb zu tun, denn dort blitzt es sehr häufig. Zum Anderen gabs heuer bisher insgesamt weniger Gewitter als in den Vorjahren. Da sorgen bereits wenige aber heftige Unwetter dafür, dass ein Landkreis an die Spitze der Statistik katapultiert wird. Das sagte Richard Fellner von Nocast dem Bayerischen Rundfunk.

    Insgesamt weniger Gewitter in Bayern

    Wenig Gewitter gab es wegen der Großwetterlage: Im Frühjahr lag ein stabiles Hoch über Skandinavien. Da war es bei uns trocken. Dann kamen zwar Niederschläge, dabei war die Luftmasse aber stabil: wieder keine Gewitter bei uns. Die wenigen Gewitter im Juni waren deshalb ausschlaggebend für die Statistik.

    Sensorennetz überwacht Blitz-Geschehen

    Die Daten zu den Blitzen stammen aus einem Netzwerk von Sensoren. Diese Geräte sind so groß wie ein Basketball. Die Firma Nowcast hat sie alle 200 bis 300 Kilometer überall in Bayern aufgestellt. Aber auch in ganz Europa, teilweise auch in Afrika, stehen diese Sensoren. In der Regel wurden sie an Standorten von Wetterstationen installiert, an Universitäten oder auf Privatgeländen.

    Blitz-Infos wichtig für Luftfahrt und Versicherungen

    Sie zählen die Blitze und melden das aktuelle Blitzgeschehen weiter. Sie verfolgen auch den Zug der Gewitterzellen, was der Luftfahrt wichtige Informationen liefert. Aber auch Versicherungen fragen gelegentlich nach, wenn ein Kunde einen Schaden durch einen Blitzeinschlag meldet.

    Immer weniger Blitzableiter

    Obwohl Bayern ein so blitzreiches Bundesland ist, ist die Zahl der Blitzableiter in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Grund: Kostensparen am Bau. Doch ein Blitzableiter kann Leben retten.

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