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Landkreis Donau-Ries baut zehn Schulen in Afrika | BR24

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© Gunther Freissle

Bilder aus der ersten Schule des Landkreises Donau-Ries in Afrika.

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Landkreis Donau-Ries baut zehn Schulen in Afrika

Damit Menschen ihre Heimat nicht verlassen, müssen Fluchtursachen in den Herkunftsländern bekämpft werden. Eine hoffnungsvolle Perspektive bietet Bildung. Hier leistet der Landkreis Donau-Ries Hilfe vor Ort und baut Schulen in Afrika.

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Angefangen hat alles im Dezember mit einem Vortrag von Reiner Meutsch, der von seinen Erfahrungen mit seiner Organisation "Fly and Help" berichtete, von Projekten wie Schulbauten, die er in Afrika realisiert hat. Das ließ Landrat Stefan Rößle nicht kalt:

"Es wurde berichtet, dass die ersten hundert Schulen durch Spenden in Höhe von 4,5 Millionen Euro finanziert wurden. Das war für mich der Auslöser zu sagen, da bau´ ich selber eine und da können wir doch auch dazu beitragen, dass wir nicht nur eine Schule bauen, sondern vielleicht noch mehr." Stefan Rößle, Landrat im Landkreis Donau-Ries

Spenden für Schulbauten kommen an

Zehn Schulen will der Landkreis Donau-Ries bis 2020 errichten. Es wird nur dort gebaut, wo bereits ein Schulsystem vorhanden ist, wo der Staat Lehrer zur Verfügung stellt und wo langfristige Verträge geschlossen werden können. Die Deutschen Botschaften sollen die Schulen regelmäßig besuchen, so dass gewährleistet ist, dass der Schulbetrieb aufrechterhalten wird. Finanziert werden die Bauten mit Spendengeldern – von Firmen, Bürgern, Vereinen. Außerdem hat der Landkreis Donau-Ries gute Partner, Stiftungen und Hilfsorganisationen vor Ort. Damit ist laut Rößle gewährleistet, dass das Geld nicht in dunklen Kanälen versickert.

Die erste Schule steht

Einer der geplanten Schulbauten ist schon fast fertig – die Heinrich Freissle Schule in Namibia. Gunter Freissle hat mit dieser Schule den Wunsch seines verstorbenen Vaters Heinrich Freissle verwirklicht. Zusammen mit seinem Unternehmen hat er bereits mehr Schulen in Entwicklungsländern gebaut und war schon bei Eröffnungen dabei.

"Wenn man das Lachen der Kinder sieht, wenn man sieht, wie sie sich freuen über eine Schule, eine Freude, die wir bei uns hier nicht kennen, das ist herzerwärmend." Gunter Freissle, Reisebüroinhaber

Dieses Schulprojekt sei nicht das Ende, es sei der Anfang von Bildung, die die Menschen vor Ort erfahren dürften, sagt Freissle. Hilfe zur Selbsthilfe wird also geleistet und die will auch Landrat Stefan Rößle unterstützen – mit den zehn Schulen, die gebaut werden sollen, aber auch mit anderen Projekten, wie einem Recycling-Projekt in Jordanien, wo der Müll einer Stadt mit 80.000 Einwohnern und 30.000 syrischen Flüchtlingen riesige Probleme aufwirft. Landrat Stefan Rößle könnte sich auch vorstellen, dass aus der Biogasregion Donau-Ries Experten in Entwicklungsländer gehen, um dort zu schauen, wie Bananenstauden in solchen Anlagen nutzbar gemacht werden könnten.