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© Eine Frau sitzt auf der Anklagebank neben ihrem Anwalt.
Bildrechte: BR/Simon Trapp (Archiv)

Das Landgericht Hof hat eine Holocaust-Leugnerin aus Oberfranken wegen Volksverhetzung und Beleidigung zu 15 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine höhere Haftstrafe gefordert.

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Landgericht Hof verurteilt Holocaust-Leugnerin zu Haftstrafe

Das Landgericht Hof hat eine Holocaust-Leugnerin aus Oberfranken wegen Volksverhetzung und Beleidigung zu 15 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine höhere Haftstrafe gefordert.

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Von
  • Jonas Miller

Wegen Volksverhetzung und Beleidigung hat das Landgericht Hof eine Holocaust-Leugnerin aus Oberfranken zu einer Haftstrafe von einem Jahr und drei Monaten ohne Bewährung verurteilt. Das teilte ein Gerichtssprecher dem BR auf Anfrage mit. Die Staatsanwaltschaft hatte zweieinhalb Jahre Haft gefordert.

Urteilsspruch ohne Angeklagte

Laut Angaben des Gerichtssprechers wurde die Holocaust-Leugnerin Marianne W. wegen Volksverhetzung in fünf Fällen und Beleidigung in drei Fällen verurteilt. Die 67-Jährige aus dem Landkreis Hof hatte mehrfach öffentlich den Holocaust geleugnet. Die Angeklagte war zur Urteilsverkündung nicht anwesend, sie hatte in einer Verhandlungspause den Gerichtssaal verlassen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung der Verurteilten können Revision einlegen.

Auftritt bei rechtsextremer Kundgebung in Nürnberg

Bei einer Demonstration der rechten Szene in Nürnberg soll Marianne W. zuvor die Existenz von Gaskammern geleugnet und behauptet haben, dass Adolf Hitler nie den Befehl zur Vernichtung von Juden gegeben habe. Die Frau wurde daher in erster Instanz vom Amtsgericht Hof zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, legte aber Berufung gegen das Urteil ein.

Eine der bekanntesten Holocaust-Leugnerinnen Bayerns

Wegen ihrer Aktivitäten kam die Angeklagte immer wieder in den Kontakt mit Polizeibeamten. Bei einer Wohnungsdurchsuchung soll die 67-Jährige drei Beamte unter anderem als "Staatslügenschutz" bezeichnet haben. Marianne W. gehört zu den bekanntesten Aktivistinnen in der bayerischen Holocaustleugner-Szene. Bei der Demonstration 2018 in Nürnberg sprach sie neben anderen Rednern vor 250 Teilnehmern, die die Abschaffung des Volksverhetzungsparagrafen forderten. Ein weiterer Redner zeigte den Hitlergruß und ein anderer lobte das Buch "Mein Kampf" von Hitler als "Vorlage für die Freiheit". Unterstützung erfährt die 67-Jährige von rechtsextremen Medienmachern, die versuchen, strafbare Holocaustleugnung als "Kampf für die Meinungsfreiheit" umzudeuten.

© BR/Simon Trapp (Archiv)
Bildrechte: BR/Simon Trapp (Archiv)

Das Landgericht Hof hat eine Holocaust-Leugnerin aus Oberfranken wegen Volksverhetzung und Beleidigung zu 15 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine höhere Haftstrafe gefordert.

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