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Symbolbild für lesbische Ehe

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    Landeskomitee der Katholiken will Zeit für Diskussion

    Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern warnt vor einer überstürzten Einführung der "Ehe für alle". Für einen auch verfassungsrechtlich wasserdichten Beschluss brauchten die Abgeordneten Zeit, intensiv darüber zu diskutieren. Von Birgit Rätsch

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    "Die aktuellen politischen Bestrebungen, eine so genannte Ehe für alle einzuführen, lassen über weite Strecken die nötige Ernsthaftigkeit vermissen, die eine solche Debatte erfordert." Joachim Unterländer, Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern

    Unterländer stellte aber weiter klar, dass gleichgeschlechtliche Paare in Kirche und Gesellschaft akzeptiert werden müssten. Jegliche Diskriminierung sei fehl am Platz.

    Kritik an Adoptionsrecht bei der "Ehe für alle"

    Jedoch gebe es zwischen einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft und einer Ehe zwischen Mann und Frau gravierende Unterschiede. Der wichtigste sei, dass in einer Ehe Kindern das Leben geschenkt werde.

    "Die Ehe von Mann und Frau versinnbildlicht eine besondere Dynamik des Lebens, die danach strebt, selbst wieder Leben zu schaffen. Beide, Mann und Frau, finden in der liebevollen Beziehung zueinander und beiden soll ein geschützter Raum eröffnet werden, in dem sie diese Liebe erfahren können." Joachim Unterländer, Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern

    Besonders kritisch sieht Unterländer, dass in einer "Ehe für alle" das volle Recht auf Adoption gilt.