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© Planorama Landschaftsarchitektur – Maik Böhmer
Bildrechte: Planorama Landschaftsarchitektur – Maik Böhmer

Siegerentwurf für den Bürgerpark zur Landesgartenschau in Schweinfurt

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    Landesgartenschau Schweinfurt: Siegerentwurf kommt aus Berlin

    In fünf Jahren findet in Schweinfurt die Landesgartenschau statt. Nun steht der Siegerentwurf fest. Das Büro "Planorama Landschaftsarchitektur" aus Berlin überzeugte mit seinem Konzept für einen Bürgerpark und setzte sich gegen 24 Mitbewerber durch.

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    Von
    • BR24 Redaktion
    • Wolfram Hanke

    Mit seinem Konzept für die Landesgartenschau 2026 in Schweinfurt hat das Büro "Planorama Landschaftsarchitektur" aus Berlin einstimmig den von der Stadt im Januar europaweit ausgeschriebenen Realisierungswettbewerb gewonnen. Zu gestalten war ein knapp zehn Hektar großer Bürgerpark auf dem Gelände der ehemaligen Ledward Barracks. Der Entwurf dient als Grundlage der nun folgenden Entwurfsplanung und wird in einigen Punkten weiterentwickelt, so die Stadt. Für die Errichtung der Daueranlage Bürgerpark sind Kosten in Höhe von 7,5 Millionen Euro vorgesehen.

    Grüne Oase für Schweinfurt

    Der Siegerentwurf hält die Spannung zwischen geschlossenen Räumen und offenen Wiesen, heißt es in der Pressmitteilung der Stadt. Große Teile des zentralen Bürgerparks würden als extensive und möglichst artenreiche Wiesen- und Rasenflächen angelegt, die verantwortlich mit den Ressourcen umgehen und zur Erholung und für informelle sportliche Angebote zur Verfügung stehen. Vorhandene Bäume würden in die Wiesenlandschaft integriert und durch Neupflanzungen ergänzt. An der höhenmäßig tiefsten Geländestelle am südlichen Rand des Parks werden bepflanzte Flächen hergestellt, die das Oberflächenwasser des Parks und von Teilen der umgebenden Bebauung im Park versickern und für Trockenzeiten im Untergrund speichern.

    Ziel: möglichst vielseitig nutzbarer Bürgerpark

    Die ehemalige Panzerhalle könnte nach der Gartenschau als unbeheizte freitragende Überdachungs-Konstruktion, die einen Witterungsschutz bietet und als Relikt an die Historie des Ortes erinnert. Gewünscht war ein Park, der weniger durch aufwändige bauliche Anlagen gekennzeichnet ist, sondern in dem die kluge Verwendung von Vegetation im Sinne einer reichen gartenkünstlerischen Tradition vorherrscht. Er soll damit Wege zu zeitgemäßen, ökologischen und stadtklimatischen Anforderungen beispielhaft aufzeigen. Der Park muss in seinen Nutzungsangeboten dem Alltagsgebrauch aller Bürger dienen und dazu beitragen, die Stadtbevölkerung integrativ zusammenzuführen, so die Stadt.

    Berliner Landschaftsarchitekten mit Landesgartenschau-Erfahrung

    "Planorama Landschaftsarchitektur Berlin" hat bereits die preisgekrönte Gartenschau in Wassertrüdingen realisiert und plant die Gartenschau in Furth im Wald. "Wir haben die schöne Aufgabe, zehn Hektar Asphalt in eine grüne Landschaft zu konvertieren. Diese Chance hat man im Leben als Kommunalpolitiker nicht oft. Ich bin davon überzeugt, dass es uns mit dem Entwurf von Planorama gelingt, unsere ohnehin schon grüne Stadt noch attraktiver und lebenswerter zu machen", so Schweinfurts Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU).

    Klimaanpassung als Schwerpunkt der Gartenschau

    "Der intensive Prozess mit vielen Diskussionen im Vorfeld der Auslobung des Wettbewerbs, auch mit der Bürgerschaft, habe sich gelohnt", ergänzt Ralf Brettin, Baureferent und Geschäftsführer der Landesgartenschau Schweinfurt 2026 GmbH. Er fährt fort: "Was unsere Landesgartenschau besonders machen wird, ist ihr Modellcharakter in Sachen Klimaanpassung. Den Herausforderungen des Klimawandels begegnen wir weniger mit baulichen als vielmehr mit gärtnerischen Mitteln."

    Wettbewerb mit 25 Teilnehmern

    Die nichtöffentliche Jurysitzung fand unter Einhaltung strenger Corona-Vorschriften im Schweinfurter Konferenzzentrum Maininsel statt. Am Wettbewerb hatten 25 Büros teilgenommen. Davon waren acht Landschaftsarchitekturbüros gesetzt, also direkt eingeladen. 17 Teilnehmer wurden durch ein Losverfahren ermittelt. 19 Büros gingen schließlich ins Rennen. Die eingereichten Arbeiten wurden zur Anonymisierung mit Tarnnummern versehen. Erst nach der Entscheidung der Jury wurde das Geheimnis der Nummern gelüftet.

    © Petra Pintscher
    Bildrechte: Petra Pintscher

    v.l.n.r.: Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Till Rehwaldt, Martin Richter-Liebald und Ralf Brettin

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