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Landesfischereiverband kritisiert Pläne für Donauausbau | BR24

© pa/dpa/Armin Weigel

Ein Schiff fährt auf der Donau zwischen Straubing und Vilshofen

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    Landesfischereiverband kritisiert Pläne für Donauausbau

    Mangelhaft lautet das Urteil des Landesfischereiverbands über die Pläne für einen Donauausbau zwischen Straubing und Vilshofen. Er kritisiert beispielsweise, dass einer der wichtigsten Kieslaichplätze der Donaufische verbaut würde.

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    Der Landesfischereiverband kritisiert die Pläne für einen Donauausbau zwischen Straubing und Vilshofen. Am Dienstag war die Frist für Stellungnahmen im Planfeststellungsverfahren abgelaufen.

    Zwischen Deggendorf und Vilshofen liege eine der letzten halbwegs naturbelassenen Donaustrecken, mahnt der Landesfischereiverband in den eingereichten Unterlagen. Er kritisiert beispielsweise, dass einer der wichtigsten Kieslaichplätze der Donaufische verbaut würde. Man habe schon vor Jahren gefordert, Alternativen zu prüfen. Ob das tatsächlich geschehen ist, sei aus den Planungsunterlagen aber nicht ersichtlich.

    Landesfischereiverband: Kritik wird abgeblockt

    Der geplante Ausbau soll die Bedingungen für den Schiffsverkehr und zugleich den Hochwasserschutz verbessern. Deshalb hatten Politiker wie der Deggendorfer Landrat Christian Bernreiter ein beschleunigtes Verfahren gefordert. Dem Landesfischereiverband geht es zu schnell. Der ehrenamtlich geprägte Naturschutz müsse zu tausenden Seiten Gutachten innerhalb von acht Wochen Stellung beziehen. Das sei keine Beteiligung der betroffenen Öffentlichkeit auf Augenhöhe, sondern ein Abblocken berechtigter Kritik. Eine Fristverlängerung habe die zuständige Bundesbehörde abgelehnt.

    Ist der Donauausbau sinnvoll?

    Der Landesfischereiverband stellt infrage, dass der Donauausbau sinnvoll ist.

    "Was nutzt eine transportfähig ausgebaute Donau, wenn im weiteren Verlauf der Güterstrom im hochgradig ausgebauten Rhein durch zunehmende Trockenphasen längere Zeit nur eingeschränkt oder gar nicht möglich ist?" Landesfischereiverband

    Langfristig nutze ein Donauausbau womöglich nur den immer stärker zunehmenden Flusskreuzfahrern, bei denen es weniger auf entsprechend große Abladetiefen ankomme.

    "Dann wären Donauausbau und Main-Donau-Kanal das teuerste Freizeit-Projekt, das Europa je gesehen hat" Landesfischereiverband

    Beschwerdefrist abgelaufen

    Am 8. November wurden die Pläne zum weiteren Ausbau der niederbayerischen Donau mit Hochwasserschutz zwischen Deggendorf und Vilshofen vorgestellt. Sie waren bis zum 5. Dezember in den betroffenen Kommunen an der Donau ausgelegt. In dieser Zeit konnten Bürger, Träger öffentlicher Belange, Vereine und Verbände die Unterlagen einsehen. Einwendungen mussten bis spätestens 18. Dezember schriftlich eingereicht werden.

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    Autor
    • Marcel Kehrer
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