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Landesanstalt nimmt Kampf gegen Asiatische Hornisse auf | BR24

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Die Asiatische Hornisse breitet sich in Deutschland aus. Die Räuberin ist gefährlicher als heimische Hornissenarten, denn sie frisst Honigbienen. Die Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Fachzentrum Bienen, ruft alle Imker auf, Funde zu melden.

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Landesanstalt nimmt Kampf gegen Asiatische Hornisse auf

Die Asiatische Hornisse breitet sich in Deutschland aus. Die Räuberin ist wesentlich gefährlicher als heimische Hornissen, denn sie frisst Honigbienen. Die Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau ruft alle Imker auf, Funde zu melden.

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Seit 40 Jahren kämpft unsere Honigbiene gegen die Varroamilbe. Jetzt ist ein neuer Feind auf der Bildflächer erschienen: die Asiatische Hornisse. Diese Bienenparasiten können ebenfalls große Schäden an Bienenvölkern verursachen. Vor drei Jahren startete deshalb ein Forschungsprojekt an der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim (Lkr. Würzburg), um ein bayernweites Frühwarnsystem zu etablieren.

Hornissen entdecken und bekämpfen

Ziel des Projektes ist der Aufbau eines bayernweiten Monitoringsystems zur frühzeitigen Feststellung eines Erstbefalls des exotischen Parasiten in Bayern, sowie einen Maßnahmenkatalog bei Verdachtsfällen und bestätigtem Befall zu erarbeiten. "Bee warned" heißt das Projekt.

Das ursprünglich aus Südostasien stammende Insekt mit dem lateinischen Namen Vespa velutina wurde erstmals 2004 in der Nähe von Bordeaux nachgewiesen. Während in den ursprünglichen asiatischen Verbreitungsgebieten sieben Unterarten mit sechs Varietäten vorkommen, tritt in Frankreich ausschließlich eine spezielle Art der asiatischen Hornisse auf. 2014 wurde diese Art zum ersten Mal in Deutschland entdeckt. Ein mittlerweile bestätigtes Nest in Rheinland-Pfalz und eine Sichtung einer Hornissenarbeiterin in Baden-Württemberg lassen den Schluss zu, dass sich diese Tierart bereits seit einiger Zeit in Deutschland befindet.

Honigbienen als Beutetiere

Bevorzugte Neststandorte sind Stadtrandbereiche, Gehölzränder oder ländliche Siedlungsbereiche vor allem in Flusstälern. Für die Ernährung der Brut kann die Asiatische Hornisse grundsätzlich als Allesfresser eingeordnet werden, wobei Honigbienen bis zu 85 Prozent der Beute ausmachen. Dadurch sind Bienenvölker in ihrem Überleben bedroht.

Neue Parasiten bedeuten für die Imker auch neue Vorgehensweisen, um entsprechende Gegenmaßnahmen zielgerichtet durchführen zu können. Dazu werden Informations- und Schulungsmaterialien erstellt und Imker für die Beobachtung an den eigenen Bienenständen zur Ergänzung des Monitorings geschult.

© dpa Picture-Alliance Maxppp David Becus

Asiatische Hornisse frisst Honigbienen

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