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Landesanstalt experimentiert mit Alternativmedizin | BR24

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TCM-Kräuter

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    Landesanstalt experimentiert mit Alternativmedizin

    Alternativmedizin wie die traditionelle chinesische Medizin (kurz: TCM) liegt voll im Trend. Noch wird ein Großteil importiert, doch mittlerweile wagen sich auch einige bayerische Landwirte an den Anbau der traditionell chinesischen Heilpflanzen.

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    Die Pionier- und Forschungsarbeit dafür leistet das Bayerische Landesamt für Landwirtschaft. Im Versuchsgut Baumannshof Forstwiesen bei Manching werden die chinesischen Heilkräuter angebaut.

    Beileibe kein Gartenabfall

    Und so beugt sich im Baumannshof Heidi Heuberger jeden Tag begeistert über ihre rote Plastikschüssel. Darin liegen vertrocknete, bräunliche Pflanzenstengel mit ebenso vertrockneten, unscheinbaren kleinen Kapseln. Für den Laien irgendein Gartenabfall, für die Agrarwissenschaftlerin ein Schatz.

    Rhemannia heißen die Stengel, hierzulande am ehestens als chinesischer Fingerhut bekannt. Er kommt in der Traditionellen Chinesischen Medizin zum Einsatz bei Leber- und Herzbeschwerden, aber auch bei Tinnitus und manchen Hauterkrankungen.

    Bis zum Schluss spannend

    Die Anbauversuche von Heidi Heuberger dauern in der Regel drei Jahre, denn viele Pflanzen können erst nach mehreren Jahren geerntet werden. Die chinesischen Heil-Pflanzen machen es häufig bis zum Schluss spannend, denn bei den meisten wird ausschließlich die Wurzel verwendet.

    Damit sich die bayerischen Landwirte Misserfolge ersparen, erhalten sie vom Versuchsgut Baumannshof Forstwiesen ausführliche Anleitungen. Diese umfassen Details zur Saatgutgewinnung, der optimalen Bodenbeschaffenheit, der Dauer des Anbaus bis hin zur Art der Ernte und Weiterverarbeitung. Bislang trauen sich allerdings nur vier bayerische Bauern an die Kultur der TCM-Pflanzen.