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Lage auf den Intensivstationen in Unterfranken weiter kritisch | BR24

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Krankenschwester bei Corona-Patient auf Intensivstation (Symbolbild)

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    Lage auf den Intensivstationen in Unterfranken weiter kritisch

    Die Corona-Zahlen in Unterfranken gehen zwar zurück und es gibt freie Intensivbetten. Doch die Lage auf den Intensivstationen ist weiter angespannt. Im Raum Miltenberg sind zum Beispiel sechs von neun Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt.

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    Von
    • Achim Winkelmann
    • BR24 Redaktion

    Auf den Intensivstationen in Unterfranken bleibt die Lage trotz insgesamt rückläufiger Zahlen angespannt. Allerdings sind überall noch Intensivbetten frei. Am 20. Januar waren im ganzen Regierungsbezirk 47 Intensivbetten mit Möglichkeit zur Beatmung belegt, 37 solcher Betten waren frei. Bei den Intensivbetten ohne Beatmungsmöglichkeit waren 15 belegt und 44 frei. Bei normalen Pflegebetten waren 214 mit Covid-Patienten belegt und insgesamt 2.209 Betten frei. Das geht aus Zahlen des bayerischen Ivena-Meldesystems hervor, die der Regierung von Unterfranken vorliegen.

    Anteil der Intensivbetten mit Corona-Patienten im Landkreis Miltenberg besonders hoch

    Nach Zahlen des DIVI-Meldesystems des Robert-Koch-Instituts liegen die Anteile der Covid-Patienten gemessen an der Zahl der Intensivbetten in den meisten unterfränkischen Landkreisen bei rund 20 Prozent. Einzig im Landkreis Miltenberg liegt der Wert bei 66 Prozent, weil dort sechs von neun Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt sind.

    Klinikum Aschaffenburg-Alzenau: "Lage hat sich entspannt"

    Das Klinikum Aschaffenburg-Alzenau versorgt derzeit 60 Covid-Patienten, neun davon auf der Intensivstation. Sechs Betten sind dort noch frei. "Weil die Zahlen seit mehreren Tagen rückläufig sind, hat sich die Lage dadurch entspannt", sagt Kliniksprecherin Annika Hollmann.

    Uniklinikum Würzburg: "Intensivstationen sind weiterhin extrem stark belastet"

    Im Würzburger Uniklinikum sind derzeit 14 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt, vier dafür geeignete Intensivbetten sind frei. "Die Intensivstationen sind, auch durch non-COVID-Patienten, weiterhin extrem stark belastet", sagt Sprecherin Susanne Just.

    Würzburger Klinikum Mitte: "Lage bleibt weiterhin angespannt"

    Angespannt bleibt die Lage im Würzburger Klinikum Mitte und im Universitätsklinikum. Dort werden derzeit 21 Covid-19-Patienten behandelt, sagt Sprecherin Daniela Kalb. Vier von ihnen werden auf der Intensivstation versorgt, drei davon müssten beatmet werden. Planbare Operationen sind weiterhin eingeschränkt, die Notfallversorgung aber sichergestellt. "Die Lage bleibt daher weiterhin angespannt und ist für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einer andauernden Belastung verbunden", so Kalb.

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