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Lärmschutzwall bei Geiselwind: Erneuerung dauert mehrere Monate | BR24

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An der A3 bei Geiselwind muss der neu gebaute Lärmschutzwall wieder abgetragen werden. Baumängel sollen ihn instabil gemacht haben.

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Lärmschutzwall bei Geiselwind: Erneuerung dauert mehrere Monate

Der Lärmschutzwall zwischen dem unterfränkischen Geiselwind und der A3 wird abgebaut. Grund dafür ist, dass er nicht stabil genug ist. Planmäßig soll der Abbau bis Ende nächsten Jahres dauern. Eine belastende Situation für die Bürger in Geiselwind.

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Von
  • Ralph Wege
  • BR24 Redaktion

Der Lärmschutzwall zwischen der A3 und Geiselwind wird erneuert. Grund dafür sind Baumängel. Diese wurden festgestellt, als die A3 Nordbayern GmbH & Co. KG damit beauftragt wurde, auf den Wall zusätzlich Lärmschutzwände aus Acrylglas und Holzelementen zu setzen. Während den Probebohrungen wurde dann festgestellt, dass der Lärmschutzwall nicht stabil genug ist. Errichtet wurde er nicht von der A3 Nordbayern GmbH, sondern von einer anderen Baufirma.

Lärmschutzwall ist nicht stabil

Laut Christof Schmidt, Geschäftsführer der A3 Nordbayern GmbH, ist das Erdreich des Lärmschutzwalls nicht genug verdichtet. Der Wall könnte deshalb durch die zusätzliche Belastung durch die Glaswände nachgeben. Deshalb muss der rund sechs Meter hohe Wall an der A3 nun mit Baggern komplett abtragen werden. Die Erneuerung wird bis Ende nächsten Jahres dauern. Anfallendes Material soll zwischengelagert werden und mit Bindemittel und Gestein verbessert werden. Schließlich soll es wieder für den Bau des neuen Walls verwendet werden, erklärt Schmidt.

Wände auf beiden Seiten der A3 werden abgebaut

Der Lärmschutzwall auf der Geiselwinder Autobahnseite ist rund 1.000 Meter lang. Laut Schmidt soll er bereits dieses Jahr ab- und wiederaufgebaut werden. Im Anschluss sollen die rund vier Meter hohen Lärmschutzwände auf dem Wall errichtet werden. Der Wall auf der anderen Seite der A3 in Fahrtrichtung Nürnberg ist insgesamt 600 Meter lang. Er könnte bis Ende nächsten Jahres erneuert werden, so Schmidt. Auch auf dieser Seite der Autobahn soll der Wall mit Lärmschutzwänden aufgestockt werden. Neben dem Wall werden auch die Gabionenwände, also gefüllte Steinkörbe, die vor dem Wall stehen, ab- und wiederaufgebaut. "Sie haben auf der Autobahnseite eine schallabsorbierende Wirkung", sagt Schmidt.

Belastung für Bürgerinnen und Bürger in Geiselwind

Die Bauarbeiten seien für Geiselwind eine große Belastung, sagt Ernst Nickel (Freie Wähler), Bürgermeister von Geiselwind. Dies liege nicht nur an dem Baulärm, sondern auch an dem Schmutz, den die Baufahrzeuge durch die Erdarbeiten auf den Straßen hinterlassen.

Baufirma für Mängel verantwortlich

Für die Mängel des Lärmschutzwalls soll die damals zuständige Baufirma verantwortlich sein. Das bestätigte Reinhard Pirner von der Autobahn GmbH des Bundes. Diese hat die Baufirma damit beauftragt, den Lärmschutzwall zu errichten. Vorerst werde die Bundesrepublik Deutschland die Kosten übernehmen müssen, so Pirner. "Mit der seinerzeit ausführenden Firma sind wir im Kontakt und versuchen den Schaden, den wir derzeit ermitteln, außergerichtlich für den Bund wieder hereinzuholen." Die entsprechenden Verhandlungen würden laufen. Über die Höhe des Schadens gab die Autobahn GmbH des Bundes keine Auskunft.

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