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Lärm und Gewalt Würzburger Hafentreppe - Polizei kontrolliert | BR24

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Symbolbild: Alkohol- und Bierflaschen auf einer Treppe

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    Lärm und Gewalt Würzburger Hafentreppe - Polizei kontrolliert

    Die Hafentreppe in Würzburg entwickelt sich mehr und mehr zum sozialen Brennpunkt. Auf Beschwerden über Müll, Lärm und Gewalt hat die Polizei mit einer Großkontrolle reagiert – nun sollen weitere Kontrollen folgen.

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    Nach der Großkontrolle wurden bei einem runden Tisch im Würzburger Rathaus weitere Kontrollen angeregt. Es soll aber auch die Jugendarbeit mit Streetworkern intensiviert werden. Geprüft wird zudem, wie mit Zugangs- und Zufahrtsbeschränkungen und auch einem Alkoholverbot zu bestimmten Zeiten für mehr Sicherheit gesorgt werden kann.

    Diskutiert worden sei auch, ob das benachbarte Kraftwerk einen Sicherheitsdienst einschaltet, um Vandalismus und Sachbeschädigungen an dem architektonisch aufwendig gestalteten Objekt zu verhindern. Dies sind erste Ergebnisse vom Runden Tisch am Montag, so die Pressestelle der Stadt Würzburg am Dienstag (02.04.19).

    Polizei kontrollierte über 100 Menschen

    In der Nacht vom 22. auf den 23. März waren insgesamt 137 Menschen auf der Hafentreppe kontrolliert worden. Die Aktion hatte sich über mehrere Stunden erstreckt. Danach gab es auch Kritik, dass Jugendliche solange im Freien festgehalten wurden. Die Grünen haben in Würzburg dazu bereits eine Anfrage an den Stadtrat gestellt. Polizei und Ordnungsbehörden verteidigen ihr Vorgehen, bei dem auch der Jugendschutz eingeschaltet war.

    Körperverletzung, Diebstahl, sexuelle Belästigung

    Bei 100 der 137 Kontrollierten war eine starke Alkoholisierung festgestellt worden. Trauriger Spitzenreiter war ein 18-jähriger Würzburger mit 2,42 Promille. Für die letzten acht Monate listet die Polizei auf der Hafentreppe fünf gefährliche und 22 einfache Körperverletzungen auf, zwei Raub- und vier Diebstahldelikte, die sexuelle Belästigung eines 16-Jährigen Mädchens und neun Fälle von Vandalismus. An den Delikten seien auch einige junge "Intensivtäter" beteiligt gewesen.