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Länderbahn präsentiert neuen Lokführerlehrgang | BR24

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Als Reaktion auf den allgemeinen Lokführermangel und die angespannte Personalsituation im eigenen Haus bildet die Länderbahn Lokführer in der eigenen Eisenbahnschule aus. Heute wird die "Qualifizierungsoffensive" vorgestellt.

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Länderbahn präsentiert neuen Lokführerlehrgang

Als Reaktion auf den allgemeinen Lokführermangel und die angespannte eigene Personalsituation bildet die Länderbahn jetzt Lokführer in einer eigenen Eisenbahnschule in Schwandorf aus. Heute stellt die Länderbahn ihre "Qualifizierungsoffensive" vor.

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Nach den Diskussionen über Zugausfälle aufgrund Personalmangels in den vergangenen Wochen stellt die Länderbahn heute in Schwandorf Pressevertretern ihre Qualifizierungsoffensive für Lokführer, Kundenbetreuer und Zugführer vor. Bei der Länderbahn sind derzeit 20 Lokführerstellen unbesetzt, so ein Sprecher des Unternehmens.

Eigene Ausbildung in Schwandorf

Anlass für die Veranstaltung ist der Start des ersten von der unternehmenseigenen Eisenbahnschule angebotenen Lokführerlehrgangs in Schwandorf. Dieser ergänzt den vor knapp einem Jahr bereits in der Eisenbahnschule der Länderbahn in Neumark im Vogtland gestarteten Ausbildungsgang für Triebfahrzeugführer. Im Rahmen der zehnmonatigen Ausbildung kommt dabei auch ein eigener mobiler Zugsimulator zum Einsatz, der die angehenden Lokführer auf kritische Situationen vorbereiten soll.

Personalmangel: Busse ersetzen Züge

Wegen der Personalengpässe fährt die Länderbahn seit dem Sommer bereits ein geändertes Betriebskonzept: Ausfallende Züge werden dabei unter anderem durch Busse ersetzt. Betroffen davon sind vor allem Kunden des alex und der Oberpfalzbahn. Die Busse sind allerdings viel länger unterwegs, als die Züge.

Politiker hatten die Länderbahn wegen der Zugausfälle massiv kritisiert. Nach letztem Stand soll die derzeitige Regelung aber noch bis Ende Oktober gelten.

Beim Alex zwischen Weiden, Regensburg und München fallen wegen des Personalmangels seit Monaten jeden Tag Züge aus. Betroffen sind auch die Agilis-Züge in Niederbayern und der Oberpfalz.

Ausbildung laut Länderbahn gut

Die Verantwortlichen bei der Länderbahn widersprechen Kritikern, die die zehnmonatige Ausbildung für zu kurz halten. Die Ausbildung sei gut und alles andere als einfach, so ein Sprecher. Längst nicht alle Teilnehmer würden den Kurs durchhalten. Außerdem gebe es einen medizinischen und psychologischen Eignungstest, so der Sprecher der Länderbahn weiter. Nur solche Bewerber, die gut sehen und hören können und außerdem stressresistent sind, würden zur Ausbildung zugelassen.