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KZ-Steinbruch in Flossenbürg
© BR/Thomas Muggenthaler
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KZ-Steinbruch in Flossenbürg

Der Freistaat Bayern hält eine weitere Verpachtung des KZ-Steinbruchs in Flossenbürg (Lkr. Neustadt an der Waldnaab) für möglich. Das geht aus einer Antwort des Landwirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Verena Osgyan hervor. "Das klingt nicht gut", kommentiert Verena Osgyan das Schreiben, das sie heute erhalten hat.

Steinbruch soll in Gedenkstätte einbezogen werden

Derzeit wird die zukünftige Gestaltung der KZ-Gedenkstätte mit allen beteiligten Ministerien abgestimmt, heißt es in dem Schreiben. "In diesem Zusammenhang wird auch die Frage einer möglichen Weiterverpachtung des Steinbruchs betrachtet", heißt es da wörtlich. Allerdings hätten seitens der Bayerischen Staatsforsten keine Verhandlungen zu einer Verlängerung des Pachtvertrages geführt. Der Pachtvertrag mit den Granitwerken Baumann endet 2024.

Die Grünen lehnen eine weitere Verpachtung des Steinbruchs ab und plädieren für eine würdige Einbindung in das Gedenkstättenkonzept. Verena Osgyan verweist auch darauf, dass sich der frühere Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) vor einem Jahr gegen eine weitere Verpachtung ausgesprochen hat.

Sowohl der Leiter der Gedenkstätte Flossenbürg, Jörg Skriebeleit, als auch der Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin, Johannes Tuchel, haben sich ebenfalls dafür stark gemacht, den Abbau zu beenden und den Steinbruch in die Gedenkstätte einzubeziehen. 

Autoren

Thomas Muggenthaler

Sendung

Regionalnachrichten aus der Oberpfalz vom 12.07.2018 - 12:30 Uhr