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KZ-Gedenkstättenbesuch als Bewährungsauflage? | BR24

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Ein KZ-Gedenkstättenbesuch als Bewährungsauflage? Das hat das Günzburger Amtsgericht vergangene Woche verhängt. Wann so eine Auflage aus Sicht des Gerichts sinnvoll sein kann, hat Amtsgerichtsdirektor Walter Henle dem BR erklärt.

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KZ-Gedenkstättenbesuch als Bewährungsauflage?

Das Günzburger Amtsgericht hat am vergangenen Donnerstag den Besuch einer KZ-Gedenkstätte als Bewährungsauflage verhängt. Amtsgerichtsdirektor Walter Henle erklärte dem BR, wann eine solche Maßnahme für ihn sinnvoll ist.

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Der Besuch einer KZ-Gedenkstätte als Bewährungsauflage - zum zweiten Mal habe er so etwas angeordnet, sagte der Günzburger Richter Henle.

Jemand, der ein "wirklich hartgesottener Nazi sei", so der Richter, würde dort sein Weltbild vielleicht eher bestätigt sehen. Im Fall des 61-Jährigen Verurteilten habe er jedoch die Zuversicht, dass der KZ-Gedenkstätten-Besuch sinnvoll sei. Dort könne er tatsächlich eine Ahnung davon bekommen, was es hieß, während der NS-Zeit in ein KZ gesperrt zu sein.

Drohbriefe verfasst

Der Angeklagte hatte handschriftlich Drohbriefe an die "Türkisch-Islamische Gemeinde Günzburg" geschickt und darin prophezeit, dass die Mitglieder der Gemeinde in "Dachau landen" und "vergast" werden würden. Auch wenn man den Besuch der Gedenkstätte nicht bis ins Detail nachprüfen kann – zumindest die Eintrittskarte muss der 61-Jährige dem Gericht vorlegen.