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Kuscheldecke, Hähnchenschenkel: Weihnachtswünsche der Heimtiere | BR24

© BR/Harald Mitterer

Auch Tierheime leiden unter Corona. Einnahmen und Spenden brechen weg. Für manche ein Existenz-Problem. Damit an Weihnachten für die Tiere was unter dem Baum liegt, hat sich das niederbayerische Tierheim Passbrunn etwas Besonderes einfallen lassen.

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Kuscheldecke, Hähnchenschenkel: Weihnachtswünsche der Heimtiere

Auch Tierheime leiden unter Corona. Einnahmen und Spenden brechen weg. Für manche ein Existenz-Problem. Damit an Weihnachten für die Tiere was unter dem Baum liegt, hat sich das niederbayerische Tierheim Passbrunn etwas Besonderes einfallen lassen.

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Von
  • Harald Mitterer
  • BR24 Redaktion

Auch die Tierheime in Bayern leiden finanziell unter der Corona-Pandemie. Damit wenigstens an Weihnachten für "die Viecherl" was unter dem Baum liegt, hat sich das mit dem Bayerischen Tierschutzpreis ausgezeichnete Tierheim Passbrunn bei Dingolfing was ganz Besonderes einfallen lassen: Die Weihnachtswünsche der Tiere hängen an "Wunschbäumen" und werden mit etwas Glück von Spendern erfüllt.

Pferd wünscht sich Decke, Kater eine Kuschelhöhle

Therapiepferd Muggal zum Beispiel wünscht sich eine Reflektordecke, damit es auch abends mal raus kann. Katze Aruna hätte gerne Hähnchenschenkel, Ziege King Lui Mineralecksteine. Im Tierheim schreibt Katzenpflegerin Steffi den kleinen Wunsch eines großen Katers: "Also das ist unser Kater Albatros, der liebt Kuscheln. Und da er recht groß ist, wünscht er sich eine große Kuschelhöhle."

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Das Foto von Therapiepferd Muggal am Wunschzettelbaum

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Katze Aruna läuft eine Schaukel hinauf - Sie wünscht sich an Weihnachten Hähnchenschenkel

Schwieriges Jahr für das Tierheim

Fest steht: Wie alle anderen Tierheime in Bayern hat auch der Quellenhof in Passbrunn ein schwieriges Jahr hinter sich: Die Spenden und Einnahmen sind im Coronajahr weggebrochen. Besucher dürfen nicht mehr rein. Und auch sämtliche Veranstaltungen im Tierheim mussten abgesagt werden, sagt die Leiterin des Tierheims und Präsidentin des Tierschutzbundes Bayern Ilona Wojahn:

"Wir kämpfen uns so durch. Das bedeutet einfach, wir mussten an die Rücklagen. Anders ist das nicht mehr zu stemmen!" Ilona Wojahn, Tierheim-Leiterin

Tierheimleiterin befürchtet mehr Tiere wegen Corona

500 Tiere mussten heuer hier aufgenommen werden. Und im nächsten Jahr könnte es noch viel schlimmer kommen: Viele Menschen, so die Tierschutzexpertin, hatten in diesem Jahr wegen Corona Zeit, sich ein Tier zuzulegen. Oft auch aus illegalen Importen. Und die könnten dann, wenn die Menschen wieder voll arbeiten, hier in Passbrunn landen.

"Ich hab auch Angst davor, dass eine Situation auftaucht, wo plötzlich viele Tiere aufgenommen werden müssen", sagt Ilona Wojahn, Leiterin des Tierheims Passbrunn. "Ich habe auch Angst, wie sich die Pandemie-Zahlen entwickeln. Trotz des Lockdowns funktioniert es ja noch nicht. Die Infizierten werden immer mehr und es kann durchaus sein, dass Leute erkranken und wir dann deren Tiere aufnehmen müssen. Also wir sind auf alles vorbereitet."

Wunschaktion kommt gut an

Immerhin: Heiligabend im Tierheim scheint gerettet. Die Wunschzettelaktion hat große Resonanz. Und alle im Tierheim freuen sich jetzt schon sich auf die Bescherung. "Sie werden es nicht glauben. Meine Tierpflegerinnen reißen sich drum, Heiligabend arbeiten zu dürfen", sagt Ilona Wojahn. In jedem Zimmer werden Geschenke verteilt und ausgepackt, jedes Tier bekommt was und zum Geschenk auch besonders viel Streicheleinheiten. "Das läuft ganz ruhig und wirklich weihnachtlich hier ab."

Tierfreunde für Katzen und Co gesucht

Das allergrößte Weihnachtsgeschenk für die Tiere wäre, wenn sie ein Zuhause bekämen, sagt die Präsidentin des Bayerischen Tierschutzbundes. Über Weihnachten aber werden jetzt Tiere gar nicht mehr vermittelt. Weil sie sich nicht als Geschenk eignen. Und weil die Übernahme eines Tieres wohl überlegt sein muss. Wenn das sichergestellt ist, werden sie im Januar gerne wieder an geeignete Hände abgegeben.

© BR

Die Tierheime in Bayern leiden unter der Corona-Pandemie. Einnahme und Spenden brechen weg. Damit an Weihnachten für die Viecherl auch etwas unterm Baum liegen kann, hat sich das Tierheim Passburnn in Niederbayern was Besonderes einfallen lassen.

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