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Kurt Gribl: Ankerzentrum Donauwörth hat nicht funktioniert | BR24

© BR/Tom Pösl

Oberbürgermeister Kurt Gribl betonte im BR, er sei froh, dass es in Augsburg kein Ankerzentrum wie in Donauwörth geben werde. Die Pläne des Freistaats, in Augsburg ein Behördenzentrum für Flüchtlinge aufzubauen, müsse man annehmen, so Gribl.

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Kurt Gribl: Ankerzentrum Donauwörth hat nicht funktioniert

Oberbürgermeister Kurt Gribl betonte im BR, er sei froh, dass es in Augsburg kein Ankerzentrum wie in Donauwörth geben werde. Die Pläne des Freistaats, in Augsburg ein Behördenzentrum für Flüchtlinge aufzubauen, müsse man annehmen, so Gribl.

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Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) hat sich im BR-Interview zur Nachfolgelösung für das Ankerzentrum Donauwörth geäußert. Es helfe weder Jammern noch Jubeln, Augsburg müsse die Aufgabe annehmen. Das seien Gestaltungen des Freistaats Bayern, um die es hier gehe. "

Gribl: Ankerzentrum funktioniert nicht wie gedacht

Gribl sagte, das Ankerzentrum, das ursprünglich angedacht war, sollte ja so funktionieren, dass vor Ort in kurzer Zeit entschieden werde und die Menschen dann weitergebracht würden - entweder in eine Gemeinschaftsunterkunft am Bestimmungsort oder, dass sie dann zurückgeführt würden. "Die Dinge funktionieren nicht so in der Lebenswirklichkeit, wie es angedacht ist, weil es auch keine ausreichenden Rückführungsabkommen und solche Gestaltungen gibt."

Zu viele abgewiesene Asylbewerber an einem Ort

Das bedeute, dass abgewiesene Asylbewerber dann im Ankerzentrum blieben. Und konzentriert an einem Ort so viele Leute, das sei nicht gut, so Gribl: "Deswegen bin ich froh, dass hier nicht eine Eins-zu-Eins-Umsetzung von Donauwörth nach Augsburg kommt, sondern, dass wir bei uns hier diese behördlichen Einrichtungen zentral verortet haben.”

Künftig kein Ankerzentrum mehr in Schwaben

Die Regierung von Schwaben hat gestern entschieden, dass es ab dem nächsten Jahr kein Ankerzentrum in Schwaben mehr geben wird. Stattdessen soll in Augsburg ein Behördenzentrum entstehen, in dem Asylbewerber maximal drei Tage lang bleiben sollen. Danach werden sie auf kleinere Unterkünfte in Schwaben verteilt.