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Migrantinnen in die Politik: Marija Jehle, Reka Lörincz und Hanane Malki sind drei, die sich politisch engagieren wollen.
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Ulrike Lefherz
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Migrantinnen in die Politik: Marija Jehle, Reka Lörincz und Hanane Malki sind drei, die sich politisch engagieren wollen.

In der Politik sind Frauen weiterhin unterrepräsentiert, beklagt Reka Lörincz von der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte in Bayern. Nur 178 von insgesamt 2056 Gemeinden in Bayern werden von Bürgermeisterinnen geleitet. Und Menschen mit ausländischen Wurzeln seien erst recht nicht entsprechend ihres Bevölkerungsanteils in den Parlamenten vertreten.

Im politischen Geschäft Fuß fassen

Migrantinnen hätten es dabei doppelt schwer, im politischen Geschäft Fuß zu fassen. In einem mehrmonatigen Kurs haben Frauen nun gelernt, welche Parteien es gibt und was man tun muss, um einen Listenplatz für eine Wahl zu bekommen. Die Bundeszentrale für politische Bildung finanziert diesen Kurs in Bundesländern, in denen bald Kommunalwahlen anstehen. Für die Frauen noch rechtzeitig, um sich als Kandidatin zu bewerben.

Hanan Malki: "Die Zukunft ist weiblich"

Für Hanan Malki aus Eggenfelden in Niederbayern ist klar, dass sie sich bei der CSU engagieren wird. "Ich will natürlich in eine Partei, die auch regieren kann", sagt sie. Malki stammt aus Marokko, studierte Germanistik und Betriebswirtschaftslehre und rief im Landshuter Raum eine Vernetzungsplattform für Frauen ins Leben. Die Zukunft ist weiblich, ist ihr Motto. "Hier kann ich der CSU noch etwas nachhelfen", sagt die resolute Dame. Zum Kurs gehörten Informationen über das Parteiensystem in Deutschland, welche Partei wofür steht sowie Rhetorik und Verhandlungsführung.