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Kuren werden wieder Kassenpflichtleistung

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    Kuren als Kassenpflichtleistung: Bayern lobt Bundestagsbeschluss

    Der Bundestag hat das Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung verabschiedet. Dieses macht unter anderem Kuren zur Pflichtleistung der Krankenkassen. Gesundheitsminister Holetschek und Wirtschaftsminister Aiwanger begrüßen das sehr.

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    Von
    • Margit Ehrlich

    Die Entscheidung des Bundestags, Kuren wieder zur Pflichtleistung der Kassen zu machen, ist in Bayern begrüßt worden. Sowohl Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) als auch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) lobten den Beschluss, der noch am 25. Juni im Bundesrat beraten werden muss.

    Holetschek: "Bayern ist Bäderland Nummer 1"

    Bayern habe lange dafür gekämpft und die Verabschiedung des Gesetzes komme zur rechten Zeit, erklärte Holetschek in einer Mitteilung. Der Freistaat sei mit seinen Heilbädern und Kurorten "Bäderland Nummer 1". Durch Corona sei das Gesundheitsbewusstsein gestiegen und Prävention sei stärker ins Blickfeld gerückt. Der Wunsch nach ambulanten und stationären Vorsorgeleistungen werde zunehmen.

    Zudem benötigten Menschen, die eine Corona-Infektion durchgemacht hätten, oft eine Nachsorge oder weitere Behandlung, so Holetschek weiter. Hier biete sich eine ambulante oder stationäre Reha an, "damit die Patientinnen und Patienten ihre alte Leistungsfähigkeit wiedererlangen."

    Aiwanger: "Wichtiges Aufbruchssignal"

    Aiwanger nannte den Beschluss "ein ganz wichtiges Aufbruchssignal für die bayerischen Kurorte und Heilbäder." Nach harten Monaten zeichne sich nun eine optimistische Perspektive für den Gesundheitstourismus ab. "Der Bedarf der Menschen an Gesundheitsangeboten zur Prävention und zur Wiederherstellung und Stärkung ihrer Gesundheit ist riesig. Die bayerischen Heilbäder und Kurorte haben dafür das passende Angebot." Dazu komme "eine intakte und landschaftlich schöne Natur und die bayerische Gastlichkeit."

    In Bayern gibt es nach Angaben des Wirtschaftsministeriums 47 Heilbäder und Kurorte, die überwiegend im ländlichen, strukturschwachen Raum ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sind. 14,3 Prozent aller Gästeankünfte und 24 Prozent aller Übernachtungen entfielen auf diesen Bereich.

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