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© Erwin Engeßer Forstamtsleiter
Bildrechte: Erwin Engeßer Forstamtsleiter

Auf dem Foto sieht man die geheimen Bauten unter der Rinde. Zwei Buchdrucker haben die Nischen bereits mit Eiern gefüllt.

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Kupferstecher und Buchdrucker auf dem Vormarsch

Der Borkenkäfer vermehrt sich rasant. Aufgrund der warmen und trockenen Witterung des letzten Jahres ist der aktuelle Frühjahrsbestand der Fichten-Borkenkäfer Kupferstecher und Buchdrucker wesentlich höher als im Frühjahr 2015.

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Lange Frostperioden überstehen die Borkenkäfer problemlos, so eine Sprecherin vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regensburg.

Befallene Bäume aus dem Wald schaffen

Jetzt hätten die Waldbesitzer maximal sechs Wochen Zeit, um die neu befallenen Bäume zu finden, zu fällen und samt der Brut aus dem Wald zu bringen. Dabei sollte ein Mindestabstand von mindestens 500 Metern zu dem nächsten Fichten-Bestand eingehalten werden. Die beste Bekämpfung sei der Transport ins Sägewerk oder das Häckseln.

Befallene Bäume und Stämme, die nicht aus dem Wald gebracht würden, rächten sich im August. Aus einer übersehen Altfichte könnten bis zu 20.000 Jungkäfer ausfliegen und wieder 100 gesunde Fichten befallen.

© Stefanie Süß

Bei einem Rundgang in einem Wald im Landkreis Regensburg wurde gestern über die aktuelle Borkenkäfer-Situation in der Region vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten informiert.

© Stefanie Süß

Versteckt unter der Rinde befindet sich die Wohnanlage des Buchdruckers.

© Stefanie Süß

Martin Hupf, Revierleiter im Forstrevier Regensburg, präsentiert den Inhalt der Borkenkäferfallen ...

© Stefanie Süß

... hier die Ausbeute von drei Tagen.

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Knapp 17 Milliliter Buchdrucker gingen in die Falle. Das entspricht rund 680 Käfer.

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In einer weiteren Falle wurden 25 Milliliter Kupferstecher gefunden - das sind ungefähr 13.750 Käfer.

© Stefanie Süß

Verräterische Spuren: Bohrmehl am Fichstenstamm ...

© Stefanie Süß

... oder grüne Nadeln sind meist ein sicheres Zeichen für einen Befall.

© Stefanie Süß

Ab zwei Zentimeter Durchmesser bieten auch liegende Fichtenäste für den Kupferstecher bruttaugliches Material. Darum der besondere Appell an die Waldbesitzer, auch das Astmaterial während der Befallszeit aus dem Wald zu schaffen.

© Erwin Engeßer Forstamtsleiter

Der Kupferstecher in vollem Gange - der Ausbau ist abgeschlossen und die Eier abgelegt.