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Lost and Found im Stadtpark Nürnberg

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Kunstaktion "Lost and Found" in Nürnberg

"Lost and Found" nennt sich das Kunstprojekt des Kultur-Projektbüros der Stadt Nürnberg, dass seit gestern kostenlos zu bestaunen ist. An 14 verschiedenen Orten im Stadtpark sind die Kunstwerke von bildenden Künstlern aus der Region zu entdecken.

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Von
  • Daniel Peter

Insgesamt sind 23 verschiedene Werke von insgesamt neun Künstler-Teams, die die Stadt Nürnberg ausgewählt hat, geschaffen worden. Für die Macher des Projekts stand die Frage im Raum: Was haben die Menschen während dieser Krise verloren und was gewonnen? Aus diesem Grund wurde der Titel "Lost and Found" gewählt, übersetzt heißt das: Verloren und Gefunden. Die ausgesuchten Künstler mussten sich an bestimmte Vorgaben halten.

"Bedingung ist, dass sie sich eine Partnerin oder einen Partner aus einer anderen Disziplin suchen: Tandems als Pflichtaufgabe." Andreas Radlmaier, Projektleiter "Lost and Found"

So gibt es Werke, bei denen ein Regisseur auf einen Bühnenbildner trifft ("Bühne der Beiläufigkeit", Andreas Wagner und Christian Schidlowsky) oder ein Komponist auf einen Lichtdesigner ("Sonido Blanco", Frieder Nagel und Stephan Scheiderer).

Möglichkeit zur Präsentation für bildende KünstlerInnen

Ziel ist es außerdem, den bildenden Künstlern, die während der Corona-Pandemie zu kämpfen hatten, wieder eine Möglichkeit zu geben, sich dem Publikum zu präsentieren. Darüber hinaus sollten sie sich auch thematisch mit der Pandemie auseinandersetzen.

Harfenlabyrinth, Murmelbahn und Streetart

Bei dem Kunstprojekt "Harfenlabyrinth" von Petra Krischke, Installations-Künstlerin, und ihrem Sohn Konstantin, Kommunikationsdesigner, geht es darum, sich in einem Dickicht aus Aluminumröhren zurecht zu finden. Diese sind in einem Laubengang an Drahtseilen befestigt und funktionieren ähnlich wie ein Windspiel. Berührt man diese, dann erklingen die Röhren. Es gibt nur einen Weg durchs Labyrinth, bei dem die klingenden Röhren nicht berührt werden.

"Es geht um diese Regeln und Normen in der Gesellschaft und auch um das Gesetz in der Corona-Krise und diesen Weg, den man finden muss. Am Ende soll es einfach ein Reflexionsansatz sein, wie gehe ich mit der ganzen Sache um." Konstantin Krischke, Kommunikationsdesigner

Des weiteren gibt es eine rund 30 Meter lange Murmelbahn ("Das Murmelhorn", Stephan Schwarzmann, Annett Langer, Hans-Thomas Langer, Rebecca Suttner), die aus einem Gerüst aus Bambus-Stäben besteht sowie Streetart-Kunst, die nur bei Regen zu bestaunen ist ("Vom Verlieren und Finden", Lisa Schmidt und Jeanett Mayer).

Führungen durch den Kunstparcours

Bis 1. November ist der Kunstparcours "Lost and Found" täglich zwischen 9 und 22 Uhr zu erleben. Außerdem gibt es donnerstags und sonntags Führungen, die bei der Kultur Information Nürnberg buchbar sind.

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Bildrechte: Stadt Nürnberg/Petra und Konstantin Krischke

"Lost and Found" nennt sich dieses Projekt, dass sich als Überthema mit der Corona-Pandemie beschäftigt. An insgesamt 14 verschiedenen Orten im Nürnberger Stadtpark gibt es nun Kunst zu entdecken, fünf Wochen lang und kostenlos.

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