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Kundgebung in Erlangen gegen rechtsextremistischen Terror | BR24

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Der feige Terroranschlag von Halle hat ein Meer aus Solidarität in Deutschland losgetreten. Auch in Bayern gingen und gehen unzählige Menschen auf die Straße, um für Frieden und gegen Rassenhass einzutreten. Wie heute in Erlangen.

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Kundgebung in Erlangen gegen rechtsextremistischen Terror

In Erlangen haben am Samstag rund 200 Demonstranten ein Zeichen gegen rechtsextremistischen Terror gesetzt. Auch etliche Gewerkschaftsvertreter und Politiker nahmen teil und unterstützten die Kundgebung.

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Bei der Kundgebung spielte die Klezmer-Gruppe „Mame Loschn“ aus Nürnberg. Anlass der Demonstration war der antisemitische Anschlag vor einer jüdischen Synagoge in Halle am vergangenen Mittwoch.

Spirale der Gewalt weiter nach oben gedreht

Mit den Todesschüssen von Halle hätten die Rechtsterroristen die Spirale der Gewalt weiter nach oben gedreht, so Frank Riegler vom Netzwerk "Aktion Courage Erlangen", das die Kundgebung organisiert hat. Das Bündnis setzt sich für eine offene, vielfältige Gesellschaft und für gleiche Rechte aller in Deutschland lebenden Menschen ein. 

Antisemitismus ist Brandbeschleuniger für Rechtsextremisten

Antisemitismus und Rassenhass seien die Brandbeschleuniger für Rechtsextremisten, um den Kampf gegen die demokratischen Rechte zu führen. "Der Anschlag in Halle verdeutlicht die kriminelle Gefahr, die von diesen Extremisten ausgeht," so Riegler in seiner Ansprache auf dem Erlanger Rathausplatz. Der Terror von Halle richte sich in erster Linie gegen die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, er sei aber auch ein Angriff gegen die demokratische Gesellschaft.

Erlangens OB Florian Janik kritisiert AfD

Zu der gut einstündigen Kundgebung waren zahlreiche Menschen aus Verbänden und Initiativen der Region gekommen. Auch etliche Gewerkschaftsvertreter und Politiker unterstützten die Demonstration. "Es ist ein Geschenk, dass wir nach 1945 wieder jüdisches Leben in unserer Stadtgesellschaft haben," legte Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik (SPD) in seiner Rede dar. Gewalt gegen Minderheiten gehe mit einer Verrohung der Sprache einher, die auch die AfD wieder salonfähig mache. "Unsere demokratische Verantwortung ist es, dagegen vorzugehen."

Keine Angst trotz Terror

Die Vorsitzende der jüdischen Kultusgemeinde Erlangen Ester Limburg-Klaus rief zu einer Gedenkminute für die Opfer von Halle auf: "Ich hoffe, dass die Gesellschaft aus dem Ereignis lernen wird.“ Gleichzeitig forderte sie die Menschen auf, trotz terroristischer Anschläge nicht ängstlich zu sein: „Wir leben unser Judentum - und jetzt erst recht."