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Kultusminister Piazolo: Genügend Lehrer zum Schuljahresanfang | BR24

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Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) weist die Kritik der Gewerkschaften und Lehrerverbände zurück. Diese hatten zum Schuljahresende Alarm geschlagen: Der Lehrermangel sei so dramatisch wie nie.

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Kultusminister Piazolo: Genügend Lehrer zum Schuljahresanfang

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo hat Kritik von Gewerkschaften und Lehrerverbänden zurückgewiesen. Diese hatten zum Schuljahresende Alarm geschlagen: Der Lehrermangel sei mit mehreren hundert offenen Stellen so dramatisch wie nie.

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Zum Schuljahresende ziehen der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband BLLV und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW in Bayern Bilanz. "Die Hütte brennt" steht auf der Einladung zum heutigen Termin beim Lehrerverband BLLV. So dramatisch wie jetzt sei der Lehrermangel noch nie gewesen, sagte dessen Präsidentin Simone Fleischmann dem BR.

"Aktuell erleben wir in den Grund-, Mittel- und Förderschulen den Lehrermangel sehr extrem. Weil mobile Reserven – das sind Einspringer-Lehrer – fehlen. Und wir wissen auch, dass sich der Lehrermangel bis 2025 hält." BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann

Der Unterrichtsbetrieb in Bayern ist gewährleistet

Der bayerische Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hat die Kritik des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV) bezüglich eines Mangels an Lehrkräften aber zurückgewiesen. Das Bild von brennenden Hütten passe nicht in die bayerische Kultuslandschaft, sagte er am Mittwoch in München.

"Zum Schuljahresanfang werden genug Lehrer da sein, um den Unterrichtsbetrieb zu gewährleisten." Kultusminister Michael Piazolo

An Grund-, Mittel- und Förderschulen müssten Lehrer, laut BLLV-Präsidentin schon jetzt oft zwei Klassen parallel betreuen. Der Verband schätzt, dass im kommenden Schuljahr rund 500 offene Stellen nicht besetzt werden können. Die Gewerkschaft GEW geht sogar noch von weitaus höheren Zahlen aus: Sie rechnet mit circa 700 bis 800 freien Stellen.

Gegen den Lehrermangel fordern BLLV und die Gewerkschaft GEW unter anderem eine flexiblere Lehrerausbildung. Außerdem plädieren sie dafür, dass alle Lehrer gleichviel bezahlt bekommen. Aktuell verdienen Grund-, Mittel- und Förderschullehrer in Bayern weniger als ihre Kollegen an Gymnasien und Realschulen. In der Vergangenheit hatte das Kultusministerium die Vorschläge abgelehnt.

4.300 neue Lehrerstellen

Angesichts des Lehrermangels verweist das bayerische Kultusministerium auf die zusätzlichen Lehrerstellen, die geschaffen wurden. Im letzten Schuljahr wurden 4.300 qualifizierte Lehrkräfte auf Planstellen eingestellt. Dieser Weg werde auch fortgesetzt, damit zum Schuljahr 2019/2020 die Unterrichtsversorgung gesichert sei.