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Kulturstätten aus privater Hand in der Region – ein Trend? | BR24

© Achim Winkelmann/BR-Mainfranken

Der ehemals fürstliche Schafhof in Wiesentheid

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Kulturstätten aus privater Hand in der Region – ein Trend?

In einer Zeit, in der Menschen von der Stadt in die Region ziehen, wird neben schnellem Internet auch Kultur zum Standortfaktor. Dafür braucht es vor allem viel privates Engagement, wie Projekte in Wiesentheid, Gerolzhofen und Höchberg zeigen.

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In Wiesentheid wird der mehrere hundert Jahre alte Schafhof ausgebaut. Die einstige Stallung wird gerade komplett entrümpelt, der Dachstuhl denkmalgerecht erneuert und neu gedeckt. In einem Jahr soll hier auf private Initiative des Unternehmer-Paars Andreas und Birgit Sinning ein Event- und Kulturzentrum entstehen. In der rund 40 Meter langen Halle sollen künftig Kabarettaufführungen, Lesungen, Firmenveranstaltungen oder private Feiern stattfinden. Rund zwei Millionen Euro kostet der Umbau.

Privates Theaterhaus in Gerolzhofen

Silvia Kirchhof aus Gerolzhofen ist schon einen großen Schritt weiter. Die Sängerin und Regisseurin, steht im eigenen Theaterhaus. Eigentlich hatte sie das ehemalige Cafe vor einem Jahr als Ersatz für die Requisite und als Probebühne angemietet. An der Renovierung des Gebäudes beteiligten sich viele Gerolzhöfer Bürger ehrenamtlich. Wegen des fehlenden Brandschutzes muss das Theaterhaus nochmals umgebaut werden.

Kulturscheune für Höchberg

In Höchberg entsteht eine völlig neue Kulturscheune, die das bestehende Kulturstübchen barrierefrei ersetzen wird. Statt den maroden Zweiseithof in der Ortsmitte umzubauen, hat sich die Gemeinde für den Abriss und einen Neubau entschieden. Auch wenn Würzburg nicht weit ist, haben unsere Bürger einen Anspruch auf Kultur vor Ort, findet Bürgermeister Peter Stichler. Gerade in Konkurrenz zum Oberzentrum Würzburg spiele die Kultur natürlich auch als weicher Standortfaktor eine Rolle, sagt der Kommunalpolitiker.

Bezirk fördert neue Kulturstätten

Laut dem Bezirksheimatpfleger Klaus Reder gibt es einen Trend, Kleinkunst auch auf dem Land zu etablieren. Reder spricht von einem eindeutigen Qualitätsschub. Er konnte seit einiger Zeit eine "immaterielle Innerortserneuerung" feststellen. Der Bezirk Unterfranken habe deswegen auch die regionalen Fördermittel umgestellt, weg vom Heimatmuseum hin zu Kulturstätten.