© Museum im Kulturspeicher/ Andreas Bestle

Rückseite des Bildes "Meereswelle" von Karl Heffner

1941 hatte der Maler Heiner Dickreiter von NS-Oberbürgermeister Theo Memmel den Auftrag bekommen, Werke zur Gründung einer städtischen Galerie anzukaufen. Mehr als 5.000 kamen bis 1945 zusammen. Drei Jahre lang hat sich eine Forscherin Gemälden angenommen, die aus jüdischen Kunsthandlungen stammten, die arisiert wurden.

20 Fallbeispiele

Karl Heffners "Meereswelle" wurde 1941 bei der Münchener Galerie erworben

Karl Heffners "Meereswelle" wurde 1941 bei der Münchener Galerie erworben

Anhand von rund 20 Fallbespielen macht die Ausstellung historische Detektivarbeit und ihr Ergebnis sichtbar: Von 63 Bildern konnte die Herkunft lückenlos geklärt werden, vier davon sind damit eindeutig als Raubkunst identifiziert. Nächster Schritt wird nun sein, die Erben ausfindig zu machen, was erneut eine schwierige Recherche oft weltweit bedeutet.

Bis Ende Februar zu sehen

Erst dann wird sich zeigen, ob die Werke im Museum verbleiben können oder nicht. Bis 24. Februar 2019 ist die Ausstellung über Provenienzforschung am Museum im Kulturspeicher zu sehen. Unterdessen geht die Spurensuche weiter. Der nächste Forschungsauftrag bezieht sich auf die rund 3.000 Neuzugänge in den Jahren von 1945 bis 1975.

Autoren

Wolfram Hanke

Sendung

Regionalnachrichten aus Mainfranken vom 14.09.2018 - 08:30 Uhr