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Kultur in Nürnberg: Diese Projekte sollen angepackt werden | BR24

© BR/Tina Wenzel

Die Kultur in Nürnberg steckt in der Krise. Die Kulturhauptstadtbewerbung ist gescheitert, die Pläne für das Konzerthaus liegen auf Eis. Heute wurde bekanntgegeben, wie es mit weiteren großen Kulturprojekten aussieht.

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Kultur in Nürnberg: Diese Projekte sollen angepackt werden

Die Kultur in Nürnberg steckt in der Krise. Die Kulturhauptstadtbewerbung ist gescheitert, die Pläne für das Konzerthaus liegen auf Eis. Wie es mit weiteren großen Kulturprojekten aussieht, hat Nürnbergs Kulturbürgermeisterin heute skizziert.

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Nürnbergs Kulturbürgermeisterin Julia Lehner (CSU) hat heute ihre "Agenda Nürnberg Kultur 2030" vorgestellt. Vor allem an den Projekten, die während der Kulturhauptstadtbewerbung entstanden sind, will sie auch in Zukunft festhalten. So zum Beispiel an dem Umbau der Kongresshalle auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände.

Gespräche mit dem Freistaat laufen

Der ehemalige NS-Bau soll ein Ort für Kunst und Kultur werden. Der Plan: Ateliers sollen in einen Teil der Kongresshalle einziehen, denn Raum für Künstler ist in der Stadt nach wie vor knapp. Nun will Lehner versuchen, den Freistaat mit ins Boot zu holen. Erste Gespräche stimmten sie optimistisch, sagte die Kulturbürgermeisterin. Wann tatsächlich die ersten Künstler in die Kongresshalle ziehen können, bleibt aber völlig offen. Konkreter sieht es da mit dem Projekt "Raumkompass" aus, das Künstler bei der Raumsuche unterstützen will und bereits angelaufen ist.

Teure Sanierungen stehen an

Ein weiteres Großprojekt der Kulturhauptstadtbewerbung ist das "Haus des Spiels" im Pellerhaus. Zur Umsetzung will die Stadt nun Fördergelder beim Bund beantragen. Ob und wann Gelder fließen, ist aber auch hier noch unklar. Alleine kann die Stadt das Projekt derzeit nicht stemmen. Auch das Museum für Industriekultur soll neu konzipiert werden. Dies soll im Zuge einer Brandschutzsanierung geschehen, die dringend notwendig ist. An der Sanierung des Opernhauses, die Millionen kosten wird, kommt die Stadt ebenfalls nicht vorbei – da müssten nun Modelle entwickelt werden, die das Vorhaben finanziell sichern, so Lehner.

Kulturrat soll entstehen

Andere Projekte, die finanziell weniger aufwendig sind, sollen schnell angegangen werden. Darunter die Schaffung eines Kulturrates, in dem die freie Kulturszene einen festen Platz hat. Auch die Zusammenarbeit mit der Metropolregion, die durch die Bewerbung angestoßen wurde, soll weitergehen, sagte Lehner.

Finanzieller Turbo fehlt

Vor knapp drei Wochen verpasste Nürnberg den Titel Europäische Kulturhauptstadt 2025. Chemnitz bekam den Zuschlag. Der Titel wäre ein finanzieller Turbo für die Kultur in Nürnberg gewesen, sagte Lehner. Nun muss jeder Cent umgedreht werden, denn die Stadt Nürnberg ist von den Auswirkungen der Corona-Krise auch finanziell stark getroffen. Zuletzt wurden die Pläne für den Konzertsaal auf Eis gelegt.

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