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Kultur zum Zuhören: Künstler bieten Programm am Telefon | BR24

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Bürger im Landkreis Kulmbach können künftig per Telefon ein fünfminütiges Kulturprogramm bestellen.

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    Kultur zum Zuhören: Künstler bieten Programm am Telefon

    Ehrenamtliche haben in Kulmbach ein Kulturprojekt der etwas anderen Art gestartet. Auf Wunsch rufen sie kulturinteressierte Bürger an und bieten ihnen ein fünfminütiges Programm zum Zuhören. Die Idee stammt aus Augsburg.

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    • BR24 Redaktion

    Fünf Minuten zitieren Ehrenamtliche Gedichte, lesen eine Kurzgeschichte vor oder musizieren - alles am Telefon. Das Projekt "Fünf Minuten Kultur zum Zuhören" im Landkreis Kulmbach soll Kulturerlebnisse in der Corona-Pandemie ermöglichen, sagt Heike Söllner, die Initiatorin des Projektes.

    Kultur zum Zuhören: Ein bisschen wie Telefonseelsorge

    "Ich stelle mir vor, das ist ein bisschen wie Telefonseelsorge", sagt Robert Thern, der bei dem Projekt Kurzgeschichten vorlesen und gemeinsam mit seiner Frau musizieren wird. "Das sind Leute, die brauchen ein bisschen Sonnenschein."

    Anmeldung über Telefon oder Internet

    Jeder könne sich telefonisch oder online für das Projekt anmelden, sagt Söllner. Telefonisch nimmt die Anmeldung das Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement (KoBE) am Landratsamt Kulmbach entgegen. Es ist zu erreichen unter der Telefonnummer 09221/707-150. Online ist eine Anmeldung über die Homepage des Landkreises Kulmbach möglich. Bei der Anmeldung reichen die Kulturinteressierten ihre Wünsche ein und geben gleichzeitig an, wann sie für einen Rückruf erreichbar sind. Zum ersten Mal läuft die Aktion am Dienstag, 24. November, und dann immer dienstags zwischen 15 bis 18 Uhr - zunächst bis Weihnachten.

    Künstler erfüllen Wünsche am Telefon

    Die Teilnehmer dürfen sich dann fünf Minuten lang Gedichte, Gesang, Lieder zum Mitsingen, Instrumentales, Kurzgeschichten oder auch Weihnachtliches wünschen. "Wir versuchen, auf alle Wünsche einzugehen. Also wenn man einen bestimmten Autor hören will oder sich ein Lied wünscht, das man schon lange nicht mehr gehört hat."

    Freiwillige lesen auch in Schweinfurt und Augsburg

    Die Idee kommt ursprünglich vom Freiwilligen-Zentrum Augsburg. Auch in Schweinfurt hat sich das Projekt seit Ende September etabliert. "Wir haben seitdem schon über 45 Telefonate vermittelt", sagt Ehrenamtskoordinatorin Heide Wunder. "Gerade eben hab ich einen Geburtstagswunsch bekommen. Eine Dame wird am Sonntag 80 Jahre alt und ihre ehemaligen Kolleginnen wünschen sich für sie einen Anruf zum Schmunzeln."

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