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Kulmbacher Rechtsanwalt muss endgültig ins Gefängnis | BR24

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    Kulmbacher Rechtsanwalt muss endgültig ins Gefängnis

    Ein Kulmbacher Rechtsanwalt ist wegen mehrfachen Betrugs und versuchten Betrugs zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Der Schaden: Eine Million Euro. Nun muss er die Strafe antreten. Der Bundesgerichtshof verwarf die Revision.

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    Der Bundesgerichtshof habe die Revision des Rechtsanwalts als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils keine Rechtsfehler ergeben habe, heißt es in einer Mitteilung des Landgerichts Hof.

    Sieben Jahre Haft und fünf Jahre Berufsverbot – so lautete im November 2015 das Urteil am Landgericht Hof. Der ehemalige Rechtsanwalt aus Kulmbach wurde wegen des Betrugs in fünf Fällen und des versuchten Betrugs in zwei Fällen für schuldig erklärt.

    Mit 100 Millionen jongliert

    Das Gericht ging in seiner Urteilsbegründung damals von schwerem Betrug aus und sah es als erwiesen an, dass der Jurist mit Unterstützung seines Partners Anlegergelder in Höhe von rund einer Million Euro veruntreut hat. Sie hatten ihren Kunden vorgegaukelt, die Gelder in Solaranlagen in Rumänien und Italien zu investieren. Insgesamt habe er mit bis zu 100 Millionen Euro jongliert, obwohl er zu keinem Zeitpunkt über das nötige Eigenkapital für die Projekte verfügte, so der Richter.

    "Der Hauptangeklagte verteilte einen Braten, der ihm nicht gehörte, gleich mehrfach." Matthias Burghardt, Vorsitzender Richter

    Außerdem belegte das Gericht den Rechtsanwalt mit fünf Jahren Berufsverbot. In der Urteilsbegründung sagte der Vorsitzende Richter dazu, der Jurist habe mit seinen Straftaten nicht nur den Anlegern geschadet, sondern auch das Vertrauen in den Berufsstand und den Rechtsstaat beschädigt. Deshalb wurde in Hinblick auf das Strafmaß ein strengerer Maßstab angelegt.