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Kulmbach und Hochfranken: Fast alle Intensivbetten belegt | BR24

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Zwölf Betten gibt es auf der Corona-Intensivstation des Klinikums Kulmbach. Zehn sind derzeit belegt. Damit sind die Kapazitäten ausgeschöpft.

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Kulmbach und Hochfranken: Fast alle Intensivbetten belegt

Mit den Kliniken in Kulmbach, Münchberg und Naila schlagen drei oberfränkische Krankenhäuser Alarm. Bis auf wenige Ausnahmen seien die Betten für Corona-Patienten auf den Intensivstationen belegt. Erste Erkrankte haben bereits verlegt werden müssen.

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Von
  • Markus Feulner

Zwölf Betten gibt es auf der Corona-Intensivstation des Klinikums Kulmbach. Zehn davon sind derzeit belegt, zwei werden noch für Notfälle freigehalten. Damit seien die Kapazitäten ausgeschöpft, heißt es aus dem Krankenhaus. Sechs Intensivpatienten hätten aus Kapazitätsgründen bereits an andere Krankenhäuser verlegt werden müssen.

Fast ausschließlich britische Mutante im Landkreis Kulmbach

Im Landkreis Kulmbach breitet sich vor allem die britische Variante des Coronavirus aus. Fast alle Neuinfektionen ließen sich auf diese Mutante zurückführen, so Landrat Klaus Peter Söllner (FW). Sorge bereite auch die Schwere der jeweiligen Corona-Erkrankungen.

Patienten schnell ein Fall für die Intensivstation

Die Krankheitsverläufe im Falle einer Infektion mit der britischen Mutante seien oft sehr heftig. könnten innerhalb kürzester Zeit dafür sorgen, dass stationär behandelte Patientinnen und Patienten auf die Intensivstation verlegt werden müssten.

Kapazitäten auch an Kliniken in Münchberg und Naila ausgelastet

Ein ähnliches Lagebild melden auch die Kliniken Hochfranken aus Münchberg und Naila. In Münchberg sind sieben von neun Corona-Intensivbetten belegt, in Naila sechs von acht. In beiden Krankenhäusern steigt die Zahl der Intensivpatienten an, berichtet der Chefarzt für Intensivmedizin, Jürgen Fisahn. In der Sana-Klinik in Hof sind 20 von 27 verfügbaren Betten auf Intensivstationen belegt. Verlegungen seien bisher nicht kapazitätsbedingt veranlasst worden, sondern medizinisch begründet, so eine Klinik-Sprecherin. Die Landkreise Kulmbach und Wunsiedel, sowie die Stadt Hof liegen in Sachen Inzidenz seit Tagen bundesweit auf den vordersten Plätzen.

Kulmbach will umfangreich auf Coronavirus testen

Im Landkreis Kulmbach soll das Infektionsgeschehen durch umfangreiche Testungen eingegrenzt werden. Seit dem 16. Februar seien 4.500 PCR-Tests durchgeführt worden. Die Impfquote liegt bei den Erstimpfungen bei zehn Prozent und bei den Zweitimpfungen bei knapp fünf Prozent. Im Landkreis wird jetzt außerdem ein Impfmobil eingesetzt.

Weiter Maskenpflicht und Alkoholverbot in Kulmbach

Aktuell werden in Stadt und Landkreis Kulmbach 292 Coronafälle gezählt. Der Inzidenzwert liegt dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge bei 237,5. Die Maskenpflicht in der Stadt Kulmbach wird bis zum 28. März verlängert, ebenso wie das Alkoholverbot, das auch für den Markt Marktleugast ausgesprochen wurde.

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