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Künstliche Intelligenz: Schöne neue Arbeitswelt? | BR24

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In der BR-Bürgersendung "jetzt red i" hat Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach zum Thema KI erklärt, die globale Entwicklung müsse dringend gestaltet werden. Lebenslanges Lernen werde der neue Alltag sein.

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Künstliche Intelligenz: Schöne neue Arbeitswelt?

Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) spricht bei "jetzt red i" über die Chancen von Künstlicher Intelligenz. Nun sei lebenslanges Lernen angesagt. Linken-Politiker Klaus Ernst warnt hingegen vor Jobverlusten.

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In keinem anderen Bundesland gibt es so viele Industriearbeitsplätze wie in Bayern. Mit dem fortschreitenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz könnte sich die Arbeitswelt drastisch verändern, dessen sind sich die Bürgerinnen und Bürger in der Sendung "jetzt red i" bewusst. Das zeigten die vielen Wortmeldungen am Mittwochabend im mittelfränkischen Herzogenaurach, Stammsitz von internationalen Firmen wie Adidas, Puma und Schaeffler.

Beschäftigte fordern technische Weiterbildungen

Die Beschäftigten wollen mitgenommen werden, sie forderten in der Sendung Aus- und Weiterbildungen, sowie klare ethische Vorgaben für KI - Künstliche Intelligenz. In Bereichen wie der Pflege dürften aber menschliche Eigenschaften nicht durch Maschinen ersetzt werden, so die Meinung im Publikum. Auch Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) sagte, sie wolle im Krankenbett nicht von einer Roboterhand gestreichelt werden. Im OP-Saal biete die neue Technik jedoch große Vorteile.

Linken-Politiker Klaus Ernst sprach ebenfalls von den Vorteilen neuer Technologien, die jedoch nicht zu Lasten der Arbeitnehmer ausfallen dürften.

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Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Bundestag, Klaus Ernst (Linke), hat in der BR-Bürgersendung "jetzt red i" vor den Auswirkungen der künstlichen Intelligenz auf den Arbeitsmarkt gewarnt.

Digitalministerin Gerlach widerspricht Angst vor Jobverlusten

"Es geht darum, was zu gestalten", sagte Digitalministerin Judith Gerlach in der Sendung. "Wegducken" gehe angesichts der Veränderungen in der Arbeitswelt nicht mehr. "Manchmal wünscht man sich einen Pause-Button oder würde gerne die Decke über den Kopf ziehen, weil es zu viel und zu schnell wird. Aber im Grunde genommen rauscht diese Entwicklung auch global gerade extrem an uns vorbei", so die Ministerin.

Vor allem Weiterbildung werde eine Rolle spielen: "Lebenslanges Lernen wird für uns alle absoluter Alltag sein." Ihrer Meinung nach werden mit dem Einsatz von KI und Digitalisierung keine Arbeitsplätze wegfallen. "Das Gegenteil ist der Fall. Jede Hochrechnung und Prognose sagt, wir brauchen im Grunde genommen mehr Leute. Natürlich werden Jobs wegfallen, die werden sich verändern."

Durch eine Anpassung von Ausbildungen und Studiengängen könne dies aber ausgeglichen werden. "Dass wir auf einmal weniger Leute brauchen, das sagt keine Hochrechnung", so die CSU-Politikerin.

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Der Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Peter Dabrock, hat in der BR-Bürgersendung "jetzt red i" gefordert, bei der künstlichen Intelligenz einen dritten Weg zwischen dem chinesischen und amerikanischen Weg zu finden.