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Küken-Urteil: Glauber fordert klares Bekenntnis zum Tierschutz | BR24

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Thorsten Glauber begrüßt das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Töten von männlichen Küken. Diese hatte die Praxis weiter erlaubt, allerdings nur bis zur Einführung alternativer Verfahren zur Geschlechtsbestimmung.

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Küken-Urteil: Glauber fordert klares Bekenntnis zum Tierschutz

Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zur Tötung männlicher Küken begrüßt Bayerns Verbraucherminister Thorsten Glauber. Er setzt darauf, dass ab Herbst neue Prüfmethoden verfügbar sind und dadurch das Töten überflüssig wird.

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Es sei Zeit für ein klares Bekenntnis zum Tierschutz geworden, sagte Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Tötung von männlichen Küken. Er freue sich, dass dies in Zukunft unterlassen werden muss.

Glauber: Bayern macht Druck

Der Stand der Forschung zur Geschlechtsbestimmung sei in Bayern so weit, dass bereits im Herbst die ersten Einzelhändler entsprechende Eier anbieten könnten. Bayern mache Druck, um diese Verfahren flächendeckend deutlich schneller als in den angepeilten drei Jahren zu erreichen. Dies werde wohl auch Auswirkungen auf den Eierpreis haben. Bayern müsse hier vorangehen, um zu europaweiten Standards zu kommen.

"Aber das sollte uns der Tierschutz auch wert sein." Thorsten Glauber, Umwelt- und Verbraucherschutzminister Bayern (Freie Wähler)

Am Donnerstag hatte das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass Brutbetriebe weiterhin männliche Küken kurz nach der Geburt töten dürfen. Das wirtschaftliche Interesse der Zuchtbetriebe sei zwar im Sinne des Tierschutzgesetzes für sich genommen kein vernünftiger Grund, der das Töten männlicher Küken rechtfertige. Da aber voraussichtlich in Kürze Verfahren zur Geschlechtsbestimmung der Tiere im Ei vorlägen, könnte durch diese das Töten der männlichen Küken unnötig werden.