Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

"Kuchenbacken ja, Kirchenverwaltung nein. Das verletzt." | BR24

Audio nicht mehr verfügbar

Dieses Audio konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

© colourbox.com
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

"Kuchenbacken ja, Kirchenverwaltung nein. Das verletzt."

Es ist nichts Neues: Um die Gleichberechtigung von Männern und Frauen ist es in der katholischen Kirche schlecht bestellt. Münchner Reformgruppen haben gefragt, welche Erfahrungen katholische Frauen heute mit ihrer Kirche machen.

Per Mail sharen

„Ich habe einmal wortwörtlich von einem Priester gesagt bekommen: Ich habe Sie noch nie ernst genommen“ – Antworten wie diese sind es, die in dieser Woche in München vorgestellt wurden. Im vergangenem Jahr haben Münchner Reformgruppen eine Online-Umfrage zur Situation der Frauen in der katholischen Kirche gestartet.

Herausgekommen sind sehr persönliche, wenn auch nicht repräsentative, Antworten von rund 400 Frauen, die einen tiefen Einblick in die Erfahrungswelt von Frauen in der katholischen Kirche geben. Die Ergebnisse zeigen: Die negativen Erfahrungen überwiegen.

"Das eine ist immer wieder die Missachtung der Kompetenz, das zweite, das Nicht-Ernst-Genommen-Werden. Also in Gesprächen das Gefühl zu bekommen, ich sag etwas, aber das wird nicht ernsthaft wahrgenommen." Elisabeth Stanggassinger, Gemeindereferentin und Mitglied der Gemeindeinitative, einer Reformgruppe innerhalb der katholischen Kirche

Diakonat der Frau

Die Umfrageergebnisse bemängeln unter anderem, dass Frauen nach wie vor keine Diakoninnen werden können. Innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz scheint es diesbezüglich unterschiedliche Haltungen zu geben. Während sich der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer auf der Internetseite seines Bistums klar gegen ein Diakonat der Frau positioniert hat, hat sich der Rottenburg-Stuttgarter Bischof Gebhard Fürst für die Zulassung von Frauen zur Diakonatsweihe ausgesprochen. Dies wäre ein "Zeichen der Zeit", sagte Fürst bei einer Veranstaltung zum 100. Geburtstag des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) in der württembergischen Diözese Anfang dieser Woche.