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Krones will mit Freiwilligenprogramm 500 Stellen abbauen

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Krones will 500 Stellen mit Freiwilligenprogramm abbauen

Der Maschinenhersteller Krones plant, 500 Stellen abzubauen. Dazu will das Unternehmen ein Frewilligenprogramm auflegen. Betriebsbedingte Kündigungen sind laut dem Unternehmen keine Option. Die IG-Metall sieht den Schritt dennoch kritisch.

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Der Abfüll- und Verpackungsanlagenhersteller Krones mit Sitz in Neutraubling (Lkr. Regensburg) will mit einem Freiwilligenprogramm rund 500 Stellen abbauen. Inwieweit die Standorte in Neutraubling und Nittenau im Kreis Schwandorf betroffen seien, könne man nicht sagen, so eine Unternehmenssprecherin auf BR-Anfrage. Betriebsbedingte Kündigungen seien jedenfalls nicht vorgesehen.

Kriselnde Getränkebranche Grund für Stellenabbau

Im Rahmen des Freiwilligenprogramms gebe es vielmehr verschiedene Optionen für die Mitarbeiter, aus dem Unternehmen auszuscheiden: Neben dem Angebot, einen Aufhebungsvertrag zu schließen gebe es auch die Möglichkeit, in den Vorruhestand zu gehen. Dieses Angebot werde allen Krones-Mitarbeitern ab einem Alter von 59 Jahren gemacht.

Grund für den geplanten Stellenabbau sei die derzeit schwierige Wirtschaftslage der Branche, so die Sprecherin weiter. Getränkehersteller seien aktuell sehr zurückhaltend bei Investitionen. Gerade der Markt in Indien, Brasilien und Amerika sei aber wichtig für Krones. Dort leide die Industrie besonders unter der Corona-Pandemie.

Krones: Kurzarbeit reicht nicht

Wegen des zu erwartenden Umsatzrückgangs müsse Krones daher die "Personalstärke anpassen", so das Unternehmen wörtlich. Alleine durch die Reduzierung von Arbeitsstunden, den Abbau von Zeitarbeitnehmern, Kurzarbeit sowie ein Einstellungsstopp könnten Umsatzeinbußen nicht ausgeglichen werden. Mit einer Erholung des Getränkemarktes sei erst in drei bis vier Jahren zu rechnen.

IG-Metall: Arbeitsplätze fehlen späteren Generationen

Für den einzelnen Arbeitnehmer könne ein solches Freiwilligenprogramm eine sozialverträgliche Maßnahme sein, sagte Jürgen Scholz, Geschäftsführer der IG-Metall in Regensburg auf BR-Anfrage. Andererseits würden die abgebauten Arbeitsplätze aber für spätere Generationen fehlen. Aus diesem Grund sehe er das Freiwilligenprogramm auch kritisch, so Scholz weiter. Betriebsbedingte Kündigungen dürfe es jedenfalls nicht geben.

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