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Kritik an Westfrankenbahn: "Züge immer noch zu voll" | BR24

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Verspätungen, überfüllte Züge und zu wenig Fachpersonal - im Landkreis Miltenberg steht die DB-Tochter Westfrankenbahn stark in der Kritik. Eltern monieren sogar, dass ihre Kinder an Bahnsteigen stehen gelassen wurden.

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Kritik an Westfrankenbahn: "Züge immer noch zu voll"

Die Westfrankenbahn stand zuletzt stark in der Kritik und hat nun Verbesserungen erzielt. Probleme gab es unter anderem bei der Schülerbeförderung. Trotz Bemühungen der DB-Tochter ist der Amorbacher Bürgermeister nicht zufrieden.

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"Die Westfrankenbahn hat auf die anhaltende Kritik reagiert und tatsächlich Verbesserungen erzielt", so kommentiert Peter Schmitt (CSU), Bürgermeister von Amorbach, Berichte des Bayerischen Rundfunks. Auch wegen Problemen bei der Schülerbeförderung an das Schulzentrum in Amorbach hatte es Anfang des Jahres massive Kritik an der DB-Tochter mit Sitz in Aschaffenburg gegeben.

Peter Schmitt trotzdem unzufrieden

Ganz zufrieden ist der Amorbacher Bürgermeister aber trotz der positiven Reaktion der Westfrankenbahn nicht. Er kritisiert, dass es immer noch das Problem der zu vollen Züge gäbe. Die Westfrankenbahn habe zwar tatsächlich neue Fahrzeuge angeschafft, diese hätten aber deutlich weniger Sitzplätze, so der Bürgermeister im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk: "Das Problem ist, dass die Westfrankenbahn nicht einfach weitere Züge anhängen kann, weil die dann zu lang für die Bahnsteige sind."

Kein Personal verfügbar

Abhilfe könnte allerdings mehr Personal in den Zügen bringen, die die Türen überwachen könnten, bis der Zug ein Stück weiter voranfährt. Dieses Personal stehe derzeit aber nicht zur Verfügung, so Peter Schmitt. Er habe dieses Problem auch schon im Bayerischen Verkehrsministerium angesprochen. In den nächsten Wochen erwarte er von dort eine Reaktion.

Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung

Das Unternehmen hat bereits Maßnahmen ergriffen, die erste Erfolge bringen. Störfallmanager sorgen für bessere Kommunikation, neue Mitarbeiter für mehr Verlässlichkeit. Allein 15 Millionen Euro investiere das Unternehmen aktuell in neue Zugtechnik.