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Kritik an Kardinal Marx: Betroffene wollen "keinen Rückzieher"

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    Kritik an Kardinal Marx: Betroffene wollen "keinen Rückzieher"

    Nach seinem angebotenen Rücktritt aufgrund des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche schließt Kardinal Marx einen erneuten Amtsverzicht nicht aus. Das stößt bei Betroffenen auf Kritik: Man wolle Rückendeckung - und nicht einen Rückzieher.

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    Von
    • Petra Zimmermann

    Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat ein neues Rücktrittsgesuch an den Papst nicht ausgeschlossen - und dafür Kritik von Missbrauchsopfern erhalten.

    Betroffene kritisieren die Entscheidung des Kardinals

    "Verantwortung zeigt sich nicht durch Rücktritt, sondern vielmehr dadurch, dass man sich einbringt in das Verfahren", schreibt der Sprecher des Betroffenenbeirats im Erzbistum Köln, Peter Bringmann-Henselder, in einem am Montag veröffentlichten Brief an die Deutsche Bischofskonferenz, den Vatikan und das Erzbistum München und Freising. "Das wollen die Betroffenen, keinen Rückzieher."

    Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising, hatte wegen des Missbrauchsskandals in der Kirche Anfang Juni seinen Amtsverzicht angeboten, Papst Franziskus lehnte seinen Rücktritt aber ab. Marx hatte zuletzt ein erneutes Rücktrittsgesuch nicht ausgeschlossen. "Wenn sich eine neue Situation ergibt oder veränderte Umstände, die meinen Dienst grundsätzlich in Frage stellen, werde ich prüfen, ob ich nicht erneut das Gespräch mit dem Heiligen Vater suchen sollte", schrieb Marx am Freitag an die Gläubigen im Erzbistum München und Freising.

    Hat Marx andere Motive?

    Marx' Entscheidung, dem Papst den Rücktritt anzubieten, sei wohl "eher seiner Besorgnis geschuldet, weil sich einiges Ungemach über ihm zusammenbraut", schreibt Bringmann-Henselder. Das Gremium bitte den Papst darum, seiner "Linie treu zu bleiben und die Bischöfe und Kardinäle nicht aus der Verantwortung zu entlassen".

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