| BR24

 
 

Bild

Gedenkstein mit dem Porträt des Mädchens Peggy
© dpa

Autoren

Christiane Scherm
© dpa

Gedenkstein mit dem Porträt des Mädchens Peggy

"Es ist ein Skandal, dass Ulvi nach dem Teilgeständnis von Manuel S. jetzt wieder der Schuldige sein soll. Er wurde 2014 vom Vorwurf des Mordes an Peggy freigesprochen. Jetzt werden wieder Lügen über ihn verbreitet", sagte Betreuerin Gudrun Rödel dem Bayerischen Rundfunk. Sie kritisiert, dass bei manchen Medienberichten nur Ulvi als Verdächtiger genannt werde. Es gebe aber noch weitere mögliche Tatverdächtige.

Keine Freunde

Manuel S. und Ulvi K. seien außerdem nicht befreundet gewesen, betont Rödel. Sie hätten sich lediglich aus dem Ort gekannt. Hanna Henning, die Anwältin von Ulvi K. wirft den Medien eine "diffamierende Berichterstattung" vor.

"Seit der Pressekonferenz am Freitag stürzen sich die Medien auf jenen namentlich nicht bekannten Mann, den sie dann auch sogleich als meinen Mandanten Ulvi K. identifiziert haben wollen." Hanna Henning, Anwältin

Sie habe deshalb mehrere Abmahnungen gegen diverse Medien abgesetzt, unter anderem wegen übler Nachrede. Ihr Mandant und seine Familie würden durch die Berichterstattung erneut in den Fokus der Öffentlichkeit "gepeitscht", schreibt sie weiter.

Verdächtiger im Fall Peggy

Im Fall Peggy hat der 41-jährige Manuel S. vor zwei Wochen zugegeben, das tote Mädchen 2001 in ein Waldstück in Thüringen gebracht zu haben. Auf den 41-Jährigen kamen die Ermittler dank mikroskopisch kleiner Erd-und Farbspuren, die am Fundort von Peggys sterblichen Überresten gefunden wurden. Die Daten stimmten mit Garten- und Renovierungsarbeiten von Manuel S. zum Zeitpunkt von Peggys Verschwinden überein.

Ermittlungen gegen Manuel S.

Angeblich habe Manuel S. an einem Bushäuschen in Lichtenberg von einem anderen Mann das Kind übernommen. Diesen Mann nannte er wohl auch namentlich. Polizei und Staatsanwaltschaft hüllen sich zu weiteren Angaben dazu aber in Schweigen und ermitteln nur gegen Manuel S. – wegen Mordes.

Autoren

Christiane Scherm

Sendung

Frankenschau aktuell vom 26.09.2018 - 17:30 Uhr