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Zu wenig Schutzausrüstung: Kritik an Bayerns Corona-Management | BR24

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Senioren- und Pflegeheime sind besonders vom Coronavirus betroffen. Um effektiver und sicherer arbeiten zu können, wünscht sich das BRK einen einheitlicheren Umgang und Vorrang bei Tests auf das Virus.

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Zu wenig Schutzausrüstung: Kritik an Bayerns Corona-Management

Der Mangel an Schutzausrüstungen für Beschäftigte in Senioren- und Pflegeheimen bleibt nach BRK-Ansicht ein Problem. Noch immer könnten sich Einsatzkräfte nicht darauf verlassen, am Arbeitsplatz ausreichend Masken, Anzüge und Handschuhe vorzufinden.

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In allen Bereichen, egal ob in den Heimen, beim Ausfahren von "Essen auf Rädern", bei Fahrdiensten herrsche ein Mangel an Schutzausrüstung, kritisierte BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk im BR Fernsehen. Er appellierte an alle Beteiligten, aber insbesondere an die bayerische Staatsregierung, in diesem Punkt "deutlich einen Gang zuzulegen".

Die derzeitigen Vorräte reichten nur noch für ein paar Tage. Anschließend könne man nicht mehr diejenigen schützen, die andere schützten.

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Unsicherheit wegen unterschiedlicher Regelungen

Hinzu käme laut BRK-Landesgeschäftsführer oft die Unsicherheit, wie sich infiziertes Personal zu verhalten habe. Schuld daran seien unterschiedliche Weisungen der verschiedenen Gesundheitsämter in Bayern. Je nachdem aus welchem Landkreis das Personal stamme, käme es zu unterschiedlichen Weisungen im Falle einer Infektion.

Dies führe dazu, dass in einem Heim verschiedene Verhaltensregeln für das infizierte Pflegepersonal gelten. Die einen würden zwei Wochen in Quarantäne geschickt, andere dagegen nur eine Woche. BRK-Landesgeschäftsführer Stärk fordert deshalb eine Vereinheitlichung und mehr Klarheit.

Bevorzugte Tests für Einsatzkräfte

Außerdem, so Stärk, müssten die Einsatzkräfte in den Senioren- und Pflegeheime bei den Tests auf das neuartige Coronavirus bevorzugt werden. In diesem Bereich müsse dringend eingegriffen werden, um die besonders gefährdeten Menschen mit Vorerkrankungen besser zu schützen.

Die Fälle in Würzburg und Tirschenreuth hätten gezeigt, wie schnell sich eine Infektion in den Heimen multiplizieren könne.

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