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Direkt neben dem ehemaligen KKW Grafenrheinfeld ist ein Zwischenlager

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    Kritik an Atommüll aus NRW für Grafenrheinfeld

    PreussenElektra plant Atommüll vom Standort Würgassen in Nordrhein-Westfalen am ehemaligen KKW-Standort Grafenrheinfeld im Landkreis Schweinfurt zu lagern. Dabei soll es sich um schwach- und mittelradioaktive Abfälle handeln. Jetzt gibt es Kritik.

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    Von
    • BR24 Redaktion

    Der Grünen-Landtagsabgeordnete Paul Knoblach aus Garstadt im Landkreis Schweinfurt kritisiert die Pläne von PreussenElektra. Der Energieversorger plant, Müll aus dem KKW-Abriss vom Standort Würgassen in Nordrhein-Westphalen an den ehemaligen KKW-Standort Grafenrheinfeld im Landkreis Schweinfurt zu transportieren. Über den geplante Müll-Transport hatte BR24 bereits im November letzten Jahres berichtet.

    Kritik an "Atommüll-Tourismus"

    Knoblach kritisiert in einer Pressemitteilung: "Strahlenbelasteten Atommüll hunderte Kilometer durch die Gegend zu kutschieren und das Unfallrisiko in Kauf zu nehmen, das ist unverantwortlich." PreussenElektra hatte Knoblach mitgeteilt, dass in "absehbarer Zukunft schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus unserem Kernkraftwerk Würgassen in die Bereitstellungshalle KKG eingelagert" werden könne: "Eine Entscheidung hierzu ist jedoch noch nicht gefallen, zumal die Bereitstellungshalle derzeit noch nicht betriebsbereit ist."

    Eine Sprecherin von Preussen-Elektra schreibt auf Anfrage von BR24, "die gutachterliche Stellungnahme, die im Auftrag des Landesamts für Umwelt erstellt wird und die die Voraussetzung für eine Genehmigungserteilung ist, ist noch nicht fertiggestellt."

    Planänderung bei PreussenElektra

    PreussenElektra wollte die ersten Abfälle im zentralen Zwischenlager im Zwischenlager Ahaus einlagern. "Die verlängerte Betriebsgenehmigung ist dort jedoch leider beklagt, so dass wir die Abfälle möglicherweise nach Grafenrheinfeld bringen müssen", schreibt die Pressesprecherin an BR24.

    Wie PreussenElektra im November mitteilte, wurde genehmigt, dass in der sogenannten rund 100 Meter langen Bereitstellungshalle am Standort Grafenrheinfeld schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus anderen Standorten der PreussenElektra eingelagert werden dürfen.

    Höchstmenge von auswärtigem Atommüll

    "Diese dürfen maximal 20 Prozent des gesamten Einlagerungsvolumens von 6.000 Kubikmeter betragen. Zudem ist die Einlagerungsdauer auf zehn Jahre ab erster Einladung begrenzt", hieß es von PreussenElektra wörtlich. Laut dem Unternehmen wurde in Würgassen begonnen, schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus dem dort bestehenden Zwischenlager "UNS“ auszulagern. Das bedeute, dass Abfälle aus dem Zwischenlager innerhalb des Kraftwerks in ein dafür umgebautes Werkstattgebäude zum Transport bereitgestellt worden seien.

    Rückbau schon abgeschlossen

    "Wir haben den nuklearen Rückbau des Kraftwerks Würgassen 2014 abgeschlossen. Die Gebäude sind leergeräumt und stehen zum Abriss bereit. (...) In einem Gebäudeteil innerhalb des Kraftwerks, dem sogenannten UNS-Zwischenlager, lagern noch rund 3.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dem Rückbau der Anlage. Es ist nun der nächste logische Schritt, diese Abfälle auszulagern und den Gebäudeteil zu räumen, damit auch er auf den Abriss vorbereitet werden kann. (...) Diese Abfälle müssen in externe Zwischenlager verbracht werden, da die Genehmigung des UNS-Zwischenlagers im Jahr 2033 endet und mit den anderen Gebäudeteilen abgerissen werden soll", heißt es von PreussenElektra.

    Keine Kapazitäten in Würgassen

    Der Grund, warum schwach- und mittelradioaktive Abfälle nach Grafenrheinfeld in die Bereitstellungshalle gebracht werden könnten, liegt darin, dass die Standort- und Transportbereitstellungshalle in Würgassen zu fast 100 Prozent mit "Abfallgebinden" gefüllt seien. "Damit stehen uns am Standort keine weiteren Zwischenlagerkapazitäten und kein Endlager für eine direkte Einlagerung zur Verfügung. Für die Aufnahme der Abfälle kommen mehrere Zwischenlager in Betracht, dazu gehört auch die Bereitstellungshalle in Grafenrheinfeld", schreibt PreussenElektra.

    Zweifel an PreussenElektra

    Knoblach bezweifelt, dass Müll aus Würgassen maximal zehn Jahre in Grafenrheinfeld bleiben würde, "weil wir nicht wissen, ob Schacht Konrad bei Salzgitter ab 2027 als Endlager für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll zur Verfügung steht."

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