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Krise der Automobilzulieferer: Altmaier will Bamberg besuchen | BR24

© picture alliance/Christoph Soeder

Nach einem Treffen mit Betriebsratsvorsitzenden von Schaeffler, Bosch und Michelin und Bamberger Politikern in Berlin will Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier im Frühjahr 2020 Bamberg besuchen.

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Krise der Automobilzulieferer: Altmaier will Bamberg besuchen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will nach Bamberg kommen. Das ist ein Ergebnis der sogenannten "Bamberger Runde", einem Treffen in Berlin, zu dem Altmaier Bamberger Politiker und Betriebsräte von Bosch, Schaeffler und Michelin geladen hatte.

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Nach dem Brandbrief an Wirtschaftsminister Altmaier reisen die oberfränkischen Automobilzulieferer am Montag nach Berlin zu einem Krisengespräch ins Wirtschaftsministerium.

Nach dem Besuch einer Bamberger Delegation in Berlin, will Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) jetzt im Frühjahr Bamberg besuchen. Das sagten Mario Gutmann, Betriebsrat bei Bosch in Bamberg, und Frank Förtsch vom Landratsamt Bamberg, dem Bayerischen Rundfunk nach einem Gespräch mit dem Bundeswirtschaftsminister, der sogenannten "Bamberger Runde".

„Ich habe den Eindruck, dass sich in der Region sehr viele kluge Gedanken entwickeln und dass man dort bereit ist, groß zu denken und gemeinsam nach Lösungen strebt.“ Peter Altmaier

Arbeitsplätze für mehrere hundert Menschen

Außerdem wolle der Wirtschaftsminister Fördergelder für ein sogenanntes "Reallabor" prüfen. Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) und Landrat Johann Kalb (CSU) wollen, dass Bamberg eine Modellregion für die Wasserstofftechnologie wird. Der Autozulieferer Bosch etabliert derzeit eine industrielle Fertigung von stationären und mobilen Brennstoffzellen am Standort in Bamberg. Künftig könnten in dem Bereich mehrere hundert Menschen beschäftigt sein, so die Geschäftsführung.

Offenheit für neue Technologie gefordert

Derzeit produziert das Unternehmen Bosch am Standort Bamberg vor allem Teile für die Verbrennertechnologie. Bei dem Gespräch am Montag warb die Bamberger Delegation bei der Bundesregierung um Technologieoffenheit. Gefördert werden sollte nicht nur die Erforschung von Elektroantrieben, sondern auch von Wasserstofftechnologie sowie von regenerativen und synthetischen Kraftstoffen.

Brandbrief an den Wirtschaftsminister

Dem Treffen vorausgegangen war ein Brandbrief an den Wirtschaftsminister, den neben Starke und Kalb auch die Betriebsratsvorsitzenden von Schaeffler, Bosch und Michelin unterzeichnet hatten und in dem sie um Hilfe für die Zulieferbetriebe in der Region Bamberg warben. Dort sind rund 20.000 Menschen bei Automobilzulieferern beschäftigt. 7.000 alleine bei Bosch.