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Kripo Amberg fahndet nach gestohlenen Glückwunschkarten | BR24

© picture alliance / dpa Themendienst

In Schmidmühlen sind reihenweise Glückwunschkarten mit Einkaufsgutscheinen für Jubilare verschwunden.

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    Kripo Amberg fahndet nach gestohlenen Glückwunschkarten

    Ein bislang unbekannter Postzusteller soll in Schmidmühlen Glückwunschkarten und Einkaufsgutscheine für Senioren gestohlen haben. Die Kripo Amberg hat die Ermittlungen aufgenommen.

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    In Schmidmühlen (Lkr. Amberg-Sulzbach) sind reihenweise Glückwunschkarten mit Einkaufsgutscheinen für Jubilare verschwunden. Ein Jubilar hatte sich beim Bürgermeister gemeldet, weil er sich wunderte, dass dieser ihm nicht zum runden Geburtstag gratuliert hatte. Die Gemeinde vermutet, dass ein Briefzusteller die Glückwunschkarten samt den Gutscheinen für sich behalten hat. Insgesamt fehlen 20 Briefe mit Gutscheinen im Wert von jeweils 30 Euro.

    Gemeinde hat Anzeige erstattet

    Letzte Woche hat die Gemeinde Anzeige erstattet. Der Gemeinde ist dadurch ein Schaden von rund 600 Euro entstanden. Viel schlimmer ist für Schmidmühlens Bürgermeister Peter Braun jedoch, dass die Jubilare erst enttäuscht von ihm waren, weil sie dachten, er würde nicht mehr gratulieren.

    "Mir geht’s nicht um den finanziellen Wert, sondern darum, dass die Leute den Eindruck gehabt haben, der Bürgermeister würde sie in Corona-Zeiten vergessen. Die Leute sind verunsichert und warten sehnsüchtig auf einen Kontakt." Bürgermeister Peter Braun

    Es sei Tradition, dass der Bürgermeister beginnend ab dem 80. Geburtstag und bei Goldenen und Diamantenen Hochzeiten vorbeikomme, so Braun. Doch wegen Corona seien persönliche Besuche – vor allem bei älteren Menschen - derzeit schwierig. Deshalb verschickte der Bürgermeister von Schmidmühlen Glückwunschreiben. Diese und die Gutscheine mussten jetzt ein zweites Mal ausgestellt werden, weil manche den ersten Brief ja nicht erhalten hatten.

    Kripo ermittelt

    Die Kriminalpolizei Amberg ist zuversichtlich, herausfinden zu können, welcher Briefträger dafür verantwortlich ist, dass die Briefe nicht angekommen sind. Ein Polizeisprecher sagte, dass man zwar erst noch am Anfang der Ermittlungen sei, aber man könne nachvollziehen, wann die Briefe verschickt worden seien und wer an diesem Tag im Einsatz war. Die Gemeinde hatte einen privaten Briefzusteller beauftragt. Künftig wird übrigens der Gemeindediener die Briefe zustellen, damit sie auch sicher bei den Jubilaren ankommen.

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